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16 häufig gestellte Fragen zu Flöhen und Zecken bei Hunden

1. Was sind Flöhe?

Flöhe sind kleine Insekten mit einer Länge von 1 bis 2 mm. Adulte Flöhe leben im Fell von Hunden, Katze n und anderen Tieren und ernähren sich von deren Blut. Ein ausgewachsenes Weibchen legt bis zu 20 Eier pro Tag (ungefähr 500 im Laufe ihres Lebens). Diese fallen vom Wirtstier und gelangen so in sein Umfeld, wo dann die Larven schlüpfen. Die Larven vergraben sich im Teppich, in Polstermöbeln oder schmalen Spalten, bilden einen klebrigen Kokon und verpuppen sich. Ein Floh kann bis zu zwei Jahre verpuppt bleiben. Der adulte Floh schlüpft aufgrund von Reizen, die signalisieren, dass ein Wirt in der Nähe ist: Erschütterung des Bodens, Wärme und/oder Kohlendioxid. Dank seiner großen Sprungkraft springt der Floh dann auf das sich in der Nähe befindliche Tier und der Kreislauf startet wieder von Neuem.

2. Woran erkenne ich, dass mein Hund Flöhe hat?

Wenn Sie Ihren Hund genau untersuchen, können Sie eventuell die kleinen, schwarzen Insekten, die sich mit großer Schnelligkeit im Fell des Hundes bewegen, mit bloßem Auge erkennen. Sollte er nur von wenigen Flöhen befallen sein, finden Sie vielleicht auch nur den Flohkot: Dabei handelt es sich um kleine, schwarze Partikel. Flohkot besteht zum größten Teil aus halbverdautem Blut, das der Floh von seinem Wirt aufgenommen hat. Bei der Suche nach Flöhen hilft Ihnen ein feinzinkiger Flohkamm. Kämmen Sie damit den Hund und scheiteln Sie dabei das Fell. Nehmen Sie die aus dem Fell gekämmten schwarzen Partikel mit einem feuchten Wattebausch auf. Sollte es sich tatsächlich um Flohkot handeln, lösen sich die Blutpigmente auf und die Partikel färben sich rötlich-braun.
Einige Hunde zeigen bei Flohbefall kaum Probleme und kratzen sich nur gelegentlich. Andere wiederum zeigen starke allergische Reaktionen auf Flohstiche und Flohspeichel. In einem solchen Fall kratzen und beißen sich die Tiere intensiv an Hals, Ohren, Läufen und Rutenansatz. Es kann auch vorkommen, dass ein Hund sich beim Stich eines Flohs schnell im Kreis dreht und am eigenen Fell nagt. In Extremfällen beginnt die Haut des Hundes zu schuppen und verliert ihre Farbe. Es kann auch zu Fellverlust und sekundären bakteriellen Infektionen kommen.
 
3. Was tun bei Flohbefall?

Da ein Floh den größten Teil seines Lebenszyklus nicht auf dem Wirt, sondern in dessen Umgebung verbringt, ist es sehr wichtig, dass Sie dort Einfluss nehmen, wo Sie Einfluss nehmen können. Wenn Sie präventiv ein Spot-On-Präparat einsetzen, werden adulte Flöhe getötet, bevor sie zu viele Eier produzieren können. Hierfür eignet sich z.B. Frontline oder Advantage. Es kann auch hilfreich sein, zusätzlich ein Produkt wie Program einzusetzen, das den Lebenszyklus unterbricht, indem es verhindert, dass sich adulte Flöhe entwickeln können. Umgebungssprays töten außerdem sämtliche Flöhe in der Umgebung. Denken Sie jedoch daran, dass es kein Mittel gibt, mit dem Sie die Puppen vernichten können.
 
4. Warum kümmere ich mich nicht einfach um ein Flohproblem, sobald es auftritt?

Bei Flöhen ist Prävention sehr wichtig. Denn wenn es erst zu einem Flohbefall gekommen ist, kann die Bekämpfung sehr zeitaufwändig und teuer werden. Da das Problem zu 95 % in der Umgebung zu finden ist, kann selbst das beste Flohmittel nicht verhindern, dass sich neu geschlüpfte Flöhe auf Ihren Hund stürzen. Sollte Ihr Zuhause von Flöhen befallen sein, benötigen Sie im Durchschnitt mindestens drei Monate, um den Befall zu bekämpfen. Während dieses Zeitraums sollten alle Tiere im Haushalt monatlich mit einem hochwertigen Spot-On-Präparat behandelt werden. Für die Umgebung empfiehlt sich ein Umgebungssprays. Ein für den sofortigen Einsatz geeignetes Medikament wie Capstar kann sehr nützlich sein, um die auf dem Hund aktuell aktiven Flöhe zu bekämpfen. Es hat allerdings keine Restwirkung und sollte deswegen mit einem Spot-On-Präparat kombiniert werden.
 
5. Welche Gefahren gehen von Flöhen aus?

Flohstiche sind sehr lästig und irritierend. Außerdem können sie Bandwürmer übertragen, eine Flohallergie auslösen, zu Haarverlust aufgrund des Kratzens führen und sekundäre Hautirritationen herbeiführen. Bei einer großen Anzahl von Flöhen kann es zur Anämie aufgrund von Blutverlust kommen. Dies betrifft besonders Hunde- und Katzenwelpen. Bei ihnen kann ein Flohbefall tatsächlich lebensbedrohlich sein.
 
6. Wie lässt sich eine Flohallergie am besten behandeln?

Falls Ihr Hund unter einer Hautentzündung leidet, kann nur ein Tierarzt die richtige Diagnose stellen und eine entsprechende Behandlung festlegen. Es kann sein, dass der Tierarzt einige Tests durchführen muss, um der Ursache des Hautproblems auf den Grund zu gehen. Sollte er eine Flohallergie feststellen, müssen Sie sehr sorgfältig vorgehen, um den Schädlingsbefall einzugrenzen. Da es in erster Linie darum geht, Flohstiche von vornherein zu unterbinden, sollten Sie ein Produkt verwenden, das nicht nur adulte Flöhe abtötet, sondern sich auf so viele Stadien im Lebenszyklus eines Flohs auswirkt wie möglich. Dazu benötigen Sie sowohl ein Adultizid als auch einen Wachstums- (IGR) oder Entwicklungsregulator (IDI). Diese leicht zu handhabenden Spot-On-Präparate töten adulte Flöhe und verhindern, dass sich Eier und Larven entwickeln können.
Falls Ihr Hund bereits gegen Flöhe behandelt wird und trotzdem noch unter gelegentlichen Schüben leidet, können Sie den Juckreiz mit den vom Tierarzt empfohlenen Produkten lindern.

7. Kommen Flöhe nur da vor, wo es dreckig ist?

Sie vermeiden Flohbefall am besten dadurch, dass Sie Ihren Hund das ganze Jahr hindurch durch die Anwendung eines Mittels zur Flohprävention schützen. Leider kann auch ein äußerst sauberer Haushalt unter Flohbefall leiden, falls der Hund nicht entsprechend behandelt wird. Larven überleben in Ritzen und Spalten und kein Staubsauger ist in der Lage, sie oder die Puppen zu entfernen.
 
8. Wie kann ich mit dem Flohkamm meinen Hund auf Flöhe überprüfen?

Beginnen Sie an der Kruppe und am Kopf des Hundes. An diesen Stellen halten sich die Flöhe vorzugsweise auf. Suchen Sie dort außerdem nach Flohkot.
 
9. Wodurch unterscheiden sich Wachstums- (IGR) von Entwicklungsregulatoren (IDI)?

Wachstums- und Entwicklungsregulatoren werden bei einigen monatlich zu verwendenden Präparaten zur Flohprävention eingesetzt, um die unreifen Entwicklungsstadien des Flohs zu vernichten.
Ein Wachstumsregulator (IGR) ahmt das Juvenilhormon der Flöhe nach. Dieses Hormon verhindert, dass die Flöhe sich bis zur adulten Form weiterentwickeln. Normalerweise entwickelt sich die Larve weiter, wenn das Juvenilhormon abgebaut wird. Ein Wachstumsregulator verhindert den Abbau, sodass aus der Larven nie ein erwachsener Floh wird; sie häutet sich nicht und verendet. Entwicklungsregulatoren hemmen die Synthese von Chitin, der Substanz, aus der das Exoskelett der Insekten besteht. Chitin ist für die Bildung der Oberhaut, der harten äußeren Schicht des Flohs, erforderlich.
Wachstums- und Entwicklungsregulatoren töten keine adulten Flöhe ab, darum sollten sie zusammen mit einem Adultizid eingesetzt werden, dass die ausgewachsene Form vernichtet. Da sie Insektenhormone nachahmen beziehungsweise einen für Insekten spezifischen Vorgang – die Bildung von Chitin – beeinflussen, sind Wachstums- und Entwicklungsregulatoren mit keinerlei Gefahren für den Menschen verbunden.
 
10. Wie lange lebt ein Floh?

Der vollständige Lebenszyklus eines Flohs vom Ei über die Larve bis hin zur Puppe und dann zum adulten Floh wird normalerweise in ungefähr 15 Tagen durchlaufen. Unter ungünstigen Umweltbedingungen jedoch, zum Beispiel bei zu niedrigen Temperaturen oder mangels eines Wirts, kann die Puppe in die Puppenruhe übergehen. Dank der Puppenruhe kann der Lebenszyklus eines Flohs auf über ein Jahr verlängert werden. Wenn die Puppe Reize wie Erschütterungen, Kohlendioxid oder Wärme wahrnimmt, die signalisieren, dass sich ein Wirtstier in der Nähe befindet, schließt sie die Entwicklung zum adulten Floh ab und verlässt den Kokon.

11. Was sind Zecken?

Zecken sind kleine, runde Insekten, die sich vom Blut anderer Tiere ernähren. Der Körper ist dehnbar und kann die Größe einer Erbse erreichen, wenn er mit Blut vollgesogen ist. Sie können am gesamten Körper eines Hundes vorkommen, am häufigsten jedoch an den Ohren, am Kopf oder am Bauch - dort, wo das Fell am dünnsten ist. Zecken fressen nur in bestimmten Phasen ihres Lebens. Zecken sind besonders aktiv in den Monaten März bis Juni und von August bis November. Den größten Teil ihres Lebenszyklus verbringen sie im Gras und in Moorgebieten, aber sie können auch in Ritzen und Spalten in den Wänden und Böden von Zwingern überleben.
 
12. Woran erkenne ich, dass mein Hund Zecken hat?

Erwachsene Zecken hängen sich an die Haut des Hundes und erinnern an kleine, glatte Warzen oder Blutblasen. Ist Ihr Hund nur von wenigen Zecken befallen, hat dies eventuell kaum Auswirkung auf ihn. Gelegentlich kann es aufgrund einer allergischen Reaktion auf den Biss zu einer Hautreizung kommen. Ist ein Tier stark von Zecken befallen, kann es zur Blutarmut kommen. Zecken sind allerdings auch Überträger von Krankheiten und diese können beim Biss auf den Hund übertragen werden.
 
13. Welche Krankheiten kann eine Zecke auf meinen Hund übertragen?

Zecken können viele verschiedene Krankheiten auf Hunde übertragen. Um welche genau es sich jeweils handelt, ist geographisch unterschiedlich.
Eine dieser Krankheiten ist Borreliose, sie kann von Zecken auf Menschen, Hunde und Katzen übertragen werden. Die Krankheit tritt immer häufiger auf und ist inzwischen auch geographisch weiter verbreitet. Deswegen sollte jeder Hundebesitzer ihre Symptome kennen:
- Schmerzende oder verspannte Muskeln und schmerzende oder steife Gelenke
- Müdigkeit
- Fieber
- Appetitlosigkeit
- (Manchmal) plötzlicher Kollaps
Zecken können Krankheiten auf Tiere und Menschen übertragen. Die bedeutendste auf die Übertragung durch Zecken zurückzuführende Krankheit bei Hunden ist die Babesiose. Die Erreger dieser Infektionskrankheit, die Babesien, dringen in die roten Blutkörperchen ein. Zu den Symptomen dieser Erkrankung gehören Fieber, Schüttelfrost, Kurzatmigkeit, Erbrechen, Anämie, Gelbsucht und Blut im Urin. 
Die Canine Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Ehrlichia canis verursacht wird. Die Hauptsymptome sind Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Diese Erkrankung kann wiederum zu einer Anämie und einer reduzierten Anzahl von Thrombozyten führen. Weitere zu beobachtende Symptome sind schweres und angestrengtes Atmen und Steifheit in den Läufen. Die Ehrlichiose ist eine schwerwiegende Krankheit und kann zum Tod führen.

14. Was tun gegen Zecken?

Wenn Sie bei Ihrem Hund eine Zecke entfernen, stellen Sie sicher, dass Sie den Kopf ebenfalls entfernen. Bleibt er stecken, kann dies zu Irritationen der Haut, Infektionen oder auch zu einem Abszess führen. Damit der Kopf nicht stecken bleibt, verwenden Sie am besten eine speziell für diesen Zweck entwickelte Zeckenzange, z.B. von O'Tom. Alternativ können Sie die Zecke auch vom Tierarzt entfernen lassen. Es gibt viele Präparate auf dem Markt, die Zecken abtöten. Wenn Sie sie regelmäßig anwenden, hilft dies, einen Befall zu verhindern.

15. Wie kann ich vermeiden, dass mein Hund mit Zecken in Kontakt kommt?

Wenn Sie mit dem Hund nicht im Wald spazieren gehen, verringern Sie das Risiko, dass er mit Flöhen und Zecken in Kontakt kommt. Außerdem ist es hilfreich, wenn Sie im Garten Blätter und hohes Gras entfernen. Doch jeder Hund, der sich draußen aufhält, kann mit Flöhen oder Zecken in Berührung kommen, sodass Präventivmaßnahmen empfehlenswert sind. In Gebieten jedoch, in denen Zecken in großer Zahl auftreten, kann selbst eine Präventivmaßnahme nicht 100%ig wirksam sein. Am besten suchen Sie deswegen das Fell des Hundes nach jedem Spaziergang auf Zecken ab.
 
16. Stellen Flöhe und Zecken auch in der kalten Jahreszeit ein Risiko dar?

Präventivmaßnahmen gegen Flöhe und Zecken sollten Sie das ganze Jahr über ergreifen. Flöhe fühlen sich im Winter in den geheizten Häusern sehr wohl und obwohl Zecken am häufigsten bei warmem Wetter vorkommen, sind sie auch im Frühling und im Herbst verbreitet.