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8 Häufig gestellte Fragen zu den verschiedenen Hundefutterarten

1.     Welche Hundefutterart ist die richtige für meinen Hund?

Zur Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, einige Faktoren zu berücksichtigen, wie z. B. Alter, Rasse, Körperzusammensetzung, Geschlecht (ist das Tier kastriert), Temperament und Aktivitätsniveau. Grundsätzlich profitiert Ihr Hund, wenn Sie ihm eine gesunde Ernährung bieten, die qualitativ hochwertige Inhaltsstoffe enthält.

Bei der Ernährung Ihres Hundes ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie aus einer ausgewogenen Balance aus den sechs großen Nährstoffgruppen besteht: Proteine, Fette & Öle, Mineralien, Kohlenhydrate und Wasser. Qualitativ hochwertige Tiernahrung sollte Ihrem Hund genau diese gesunde Balance bieten.

Übersicht über die verschiedenen Futterarten

Trockenfutter ist die günstigste Art der käuflich erwerblichen Hundefutter. Es reicht für längere Zeit und muss nicht kühl gelagert werden. Das Kauen des Trockenfutters verringert zusätzlich die Zahnsteinbildung, was für die Gesundheit der Zähne förderlich ist. Lesen Sie sich bei der Wahl des Trockenfutters die Inhaltsstoffe aufmerksam durch und wählen Sie eine Marke, die vollwertige Zutaten verwendet.

Nassfutter (in der Dose) hält sich lange und lässt sich in jedem Supermarkt schnell finden. Allerdings kann es teuer sein. Einige Besitzer geben für Ihren Vierbeiner gern etwas mehr aus. Jedoch bietet nicht jedes käuflich erwerbliche Nassfutter dem Hund die nötigen Proteine. Man sollte bei der Auswahl darauf achten, wie viel verdauliches Protein es enthält. Denn unverdauliches Protein durchläuft den Verdauungstrakt Ihres Hundes, ohne in aufnehmbare Nährstoffe aufgespalten zu werden. Für Ihren Vierbeiner ist unverdauliches Protein also nutzlos. Außerdem besteht Nassfutter etwa zu 75 Prozent aus Wasser. Je höher der Wasseranteil ist, desto weniger nahrhaft ist das Futter, was zur Folge hat, dass Ihr Hund mehr Nahrung benötigt. Sollten Sie sich dafür entscheiden, Ihrem Hund Nassfutter zu geben, wählen Sie am besten Produkte, die mit „100% nutritionally complete“ (100 % ausgewogene Ernährung), wenn es sich um US-Marken handelt, oder „complete and balanced“ (vollwertig und ausgewogen), wenn es sich um europäische Marken handelt, gekennzeichnet sind.

Halbfeuchtes Futter ist häufig in verschiedenen Formen (z. B. Knochen, Burger etc.) erhältlich. Im Vergleich zu den anderen Arten von Hundefutter ist halbfeuchtes Futter am nährstoffärmsten und enthält häufig viele künstliche Geschmacks- und Farbstoffe. Es kann gelegentlich als Leckerli gefüttert werden, sollte aber nicht als tägliche Nahrung in Betracht gezogen werden. Denn halbfeuchte Futter bieten Ihrem Hund nicht die nötigen Nährstoffe.

Selbst zubereitetes Futter – Manche Besitzer möchten die Inhaltsstoffe des Hundefutters gern selbst bestimmen. Das Füttern von selbst zubereiteter Nahrung ist zeitaufwendig und kostspielig. Jedoch sind sich viele Hundebesitzer einig, dass es die Mühe wert ist, da sie ganz genau wissen, was in der Nahrung ihres Vierbeiners steckt. Bevor Sie das Futter selbst zubereiten, informieren Sie sich am besten zum Thema Ernährung für den Hund, damit Sie Ihren Hund mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

BARF (Biologisches Artgerechtes Rohes Futter) – Wie der Name es schon sagt, bezeichnet BARF die Fütterung von rohem Fleisch, vorzugsweise Knochen (niemals gekochte Knochen) vermischt mit Organen. Knochen sind eine natürliche Quelle für Phosphor und Kalzium darstellen. Diese Art der Ernährung eignet sich für die meisten Hunde. Denn Hunde haben einen kurzen Verdauungstrakt und starke Magensäuren – beides gute Voraussetzungen für eine Aufnahme und Verdauung von rohem Fleisch. Allerdings nimmt die Zubereitung eine Menge Zeit in Anspruch. Außerdem besteht das Risiko von diätetischer Unausgewogenheit, die gebrochene Zähne oder Knochen und eine Nahrungsmittelvergiftung verursachen kann. Suchen Sie am besten einen Tierarzt auf und lassen Sie sich die Vorteile und Risiken erklären, bevor Sie die Ernährung Ihres Hundes auf BARF umstellen.

Tierarztfutter – Es gibt immer mehr Futter, die speziell für Hunde mit gesundheitlichen Problemen, wie z. B. Niereninsuffizienz, Leber- oder Harnwegserkrankung, entwickelt worden sind. Sie sind vorteilhaft, da sie den Anteil eines bestimmten Nährstoffs, der bei dem jeweiligen Gesundheitsproblem schädlich ist, kontrollieren. So ist beispielsweise der Proteinanteil in einem Futter, das speziell für Hunde mit Niereninsuffizienz konzipiert wurde, begrenzt, damit der Aufwand für die Nieren beim Abbau der Nebenprodukte des Proteins minimal bleibt. Füttern Sie Ihren Hund jedoch nur auf Empfehlung Ihres Tierarztes mit speziellem Tierarztfutter. Denn diese Futter können für Hunde ohne gesundheitliche Beschwerden schädlich sein.

Leidet Ihr Vierbeiner unter bestimmten Gesundheitsproblemen oder sind Sie sich nicht ganz sicher, welche Futterart die richtige ist, holen Sie sich am besten den Rat Ihres Tierarztes ein.

2.      Sollte ich Hundefutter von Billigmarken vermeiden?

Wie bei so vielen Verbraucherprodukten gilt auch hier: Man bekommt, wofür man bezahlt. Hundefutter von Billigmarken werden oft mit den günstigsten Inhaltsstoffen gefertigt. Ihre Energiewerte sind geringer, ihre Proteine sind von minderer Qualität und darüber hinaus enthalten sie einen höheren Anteil an Füllstoffen. Der größte Teil der Nahrung durchläuft den Verdauungstrakt des Hundes, ohne verdaut oder aufgenommen zu werden.

3.      Welche Vorteile hat Hundefutter von Premium-Marken?

In der Regel verwenden Premium-Marken für ihr Hundefutter qualitativ hochwertigere Inhaltsstoffe von Quellen höherer biologischer Wertigkeit. Das sorgt für eine höhere Verdaulichkeit. Ihr Hund wird daher nicht so viel Nahrung aufnehmen müssen und weniger Kot absetzen.

4.      Ist Trockenfutter besser als Nassfutter?

Trockenfutter hat seine Vorteile. Es lässt sich z. B. leichter lagern und füttern. Außerdem ist es weniger geruchsintensiv und verdirbt nicht so schnell, sollte es mal länger im Hundenapf liegen bleiben. Obendrein wird durch das Kauen des Trockenfutters die Bildung von Zahnstein reduziert. Zudem ist Trockenfutter häufig eine günstigere Alternative. Nassfutter ist für Hunde geeignet, die mehr Wasser aufnehmen müssen. Holen Sie sich am besten den Rat Ihres Tierarztes ein, wenn Sie sich unsicher sind.

5.      Kann ich Trocken- mit Nassfutter aus der Dose mischen?

Es empfiehlt sich nicht, Nass- und Trockenfutter miteinander zu vermischen, vor allem, wenn Ihr Hund eine spezielle Ernährung benötigt. Bei Fragen zum Thema Ernährung für Ihren Hund holen Sie sich am besten den Rat Ihres Tierarztes ein.

6.      Sollte ich meinen Hund mit halbfeuchtem Futter füttern?

Halbfeuchte Futter mögen praktisch sein, enthalten aber in der Regel einen hohen Zuckeranteil und bieten Ihrem Vierbeiner keine gesunde Ernährung. Sie können zudem Zahnerkrankungen verursachen. Darüber hinaus enthalten halbfeuchte Futter häufig zahlreiche künstliche Farbstoffe und Konservierungsmittel.

7.      Welches Futter ist für meinen Welpen am besten geeignet?

Der Magen eines Welpen ist noch sehr klein. Daher ist es besser, wenn Sie Ihrem Welpen häufiger kleinere Mengen füttern. Füttern Sie Ihren Welpen am besten viermal am Tag, bis er vier Monate alt ist (ab der Entwöhnung), dann dreimal am Tag, bis er sechs Monate alt ist, und ab dann zweimal täglich. Eine ausgewogene Ernährung aus Omega-Fettsäuren, Phosphor und Kalzium ist äußerst wichtig für Welpen. Käuflich erwerbliche Hundefutter eignen sich daher am besten, da sie speziell auf die besonderen Anforderungen eines Welpen zugeschnitten sind. Welpen großer Rassen wachsen sehr schnell, wodurch ihre wachsenden Knochen und Gelenke beeinträchtigt werden. Futter, die speziell für Welpen großer Rassen entwickelt wurden, tragen zur Minimierung möglicher Gelenkbeschwerden bei. Erkundigen Sie sich beim Züchter darüber, was dem Welpen während der Entwöhnung gefüttert wurde. Denn es ist am besten, einen Welpen langsam zu entwöhnen und seine Ernährung allmählich umzustellen.

8.      Welches Futter ist für ältere Hunde am besten geeignet?

Die Ernährung eines älteren Hundes sollte ausgewogen und ballaststoffreich sein und ausreichend Protein sowie Fett, aber weniger Kalorien enthalten. Wir füttern manchen Hunden, wenn sie älter werden, ihr normales Futter, aber in kleineren Mengen. Speziell für ältere Hunde entwickelte Futter enthalten weniger Kalorien und fördern das Völlegefühl. Leidet Ihr Hund unter einer stark beeinträchtigten Nierenfunktion, ist ein Futter mit einem geringeren Proteinanteil förderlich, da es die Nieren weniger belastet. Weniger Fett bedeutet häufig weniger Kalorien. Viele Hundefutter für ältere Hunde enthalten einen Fettanteil von ca. 8–12 %. Ältere Hunde neigen zu Verstopfung, daher ist der Ballaststoffanteil in Nahrungsmitteln für ältere Hunde in der Regel höher (ca. 3–5 %). Weizenkleie kann dem normalen Hundefutter beigemischt werden, um den Anteil an Ballaststoffen zu erhöhen. Frisst ein älterer Hund Trockenfutter, reduziert dies die Zahnsteinbildung und das Risiko von Zahnfleischerkrankungen.