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Alles, was Ihr Haustiersitter wissen muss


Ab und zu kann es vorkommen, dass Sie verreisen müssen und Ihren pelzigen Freund leider nicht mitnehmen können. Einen Haustiersitter – beispielsweise einen guten Freund oder ein Familienmitglied – zu arrangieren ist eine gute Art, für die Sicherheit Ihres Haustiers zu sorgen, ohne dass seine tägliche Routine allzu stark gestört wird.

Indem Sie sicherstellen, dass Sie, Ihr Haustier und der Haustiersitter bestens vorbereitet sind und alles haben, was Sie vor Ihrer Abreise benötigen, wird das Erlebnis für alle Beteiligten so stressfrei wie möglich ablaufen können. Hier finden Sie unsere Checkliste, die genau schildert, welche Informationen Sie der betreuenden Person hinterlassen sollten.

1. Die Kontaktdaten Ihres Tierarztes.

Schreiben Sie sowohl den Namen Ihres Tierarztes, als auch die Adresse und Kontaktnummern seiner Praxis auf. Es ist ebenfalls eine gute Idee, eine Nummer für außerhalb der Sprechstunden oder Notfälle hinzuzufügen. Bewahren Sie diese Daten an einem sicheren, leicht zu findenden Platz auf. (Sie mit Tesafilm am Kühlschrank anzubringen wäre eine Möglichkeit!) Oh, und verraten Sie Ihrem Haustiersitter, wo sich Ihre Transportbox befindet – nur für den Fall, dass er tatsächlich einen Tierarztbesuch unternehmen muss.

2. Ein Notfallkontakt.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Notlage eintritt und Sie selbst nicht erreichbar sind, sollten Sie Ihrem Haustiersitter die Kontaktdaten einer weiteren Person geben – zum Beispiel Ihre Mutter oder Ihr Nachbar.

3.Ihre Kontaktdaten.

Neben Ihrer Telefonnummer sollten Sie ebenfalls die Adresse des Ortes aufschreiben, an dem Sie unterkommen werden. Es wäre zudem eine gute Idee, die genauen Tage und Uhrzeiten für Ihre Abreise und Rückkehr zu hinterlassen (zum Beispiel Ihre Flugdaten). Stellen Sie sicher, dass es einen Notfallplan gibt, falls sich Ihre Rückkehr verzögern sollte (z. B. jemand, der einspringen und sich um Ihr Haustier kümmern kann, falls Sie länger als erwartet abwesend sein werden und Ihr Haustiersitter seine Arbeit nicht weiter verlängern kann).

4. Hausregeln.

Diese sind für Ihr Haustier, nicht für den Haustiersitter! Klären Sie den Aufpasser darüber auf, ob Ihre Katze nicht auf dem Küchentisch sitzen darf oder falls Ihr Hund kein Nickerchen auf Ihrem Bett machen sollte. Sie wollen es sicher vermeiden, Ihre Tiere neu trainieren zu müssen, wenn Sie wieder nach Hause zurückkehren.

5. Die Kontaktdaten Ihres Nachbarn.

Wenn Sie Ihre Nachbarn kennen, lassen Sie diese zunächst wissen, dass sich für einige Zeit jemand anderes in Ihrer Wohnung aufhalten wird. (Nicht, dass diese sich Sorgen machen, es handele sich um jemand Dubioses.) Es könnte ebenfalls Sinn machen, ihnen einen Ersatzschlüssel auszuhändigen – nur für den Fall, dass Ihr Haustiersitter sich versehentlich aussperrt. Man kann nicht vorsichtig genug sein! Trotz guten Willens neigen leider einige Leute dazu, ihre Schlüssel zu verlegen.

6. Medikamente und Anweisungen.

Falls Ihr Haustier gewisse Medikamente oder Allergiebehandlungen benötigt, stellen Sie sicher, dass Ihr Haustiersitter alle nötigen Anweisungen erhält, wann und wie diese zu verabreichen sind.

7. Die Kontaktdaten Ihres Vermieters.

Wenn Sie in Ihrem Haus zur Miete wohnen, ist es eine gute Idee, die Kontaktdaten Ihres Vermieters aufzuschreiben (und diesen wissen zu lassen, dass sich jemand anderes hier aufhalten wird). Dies ist nur zur Vorbeugung gegen ein häusliches Desaster – zum Beispiel, falls Ihre Waschmaschine sich dazu entschließt, verrückt zu spielen und die Küche zu überfluten.

8. Fütterungshinweise.

Dies ist selbstverständlich sehr wichtig. Stellen Sie das Haustierfutter so bereit, dass Ihr Haustiersitter alles an einem Ort vorfindet – inklusive dem Lieblingsnapf Ihres Haustiers! Informieren Sie ihn ebenfalls darüber, wann und in welchen Mengen er es zu füttern hat.

9. Die Lieblingsplätze Ihres Haustiers.

Genießt Ihr Kätzchen es, es sich oben auf dem Kühlschrank gemütlich zu machen? Braucht Ihr Welpe jeden Tag ein bisschen Zeit alleine im Gästezimmer? Geben sie dem Haustiersitter hierüber Bescheid. Zum Einen, damit dieser sich keine Sorgen macht, falls Ihr treuer Gefährte sich zu einem versteckten Lieblingsplatz verzogen hat und nicht aufzufinden ist. Zum Anderen, damit er sicherstellen kann, dass Ihr Haustier weiterhin freien Zugang zu diesem Platz hat.

10. Alle zu erwartenden Besucher.

Lassen Sie Ihren Haustiersitter wissen, falls Stefan von gegenüber vorbeischauen wird, um die Blumen zu gießen, oder falls Ihre Schwiegermutter jeden Mittwochnachmittag ins Haus kommt, um Ihre Kleidung zu bügeln. Auf diese Weise ist Ihr Haustiersitter darüber informiert, falls jemand unangekündigt zur Tür hereinschneit.

11. Beschreiben Sie einen Tag im Leben Ihres Haustiers.

Dies ist für Sie selbst – damit Sie sichergehen, dass Sie nichts vergessen haben. Hinterlassen Sie alles, was Sie normalerweise während des Tages für Ihr Haustier benötigen, an einem offensichtlichen Platz für Ihren Haustiersitter, zum Beispiel Hundeleinen, Lieblingsspielzeuge oder Hilfsmittel für die Fellpflege.

12. Wenn es Ihnen wirklich schwerfällt, sich zu trennen...

hilft Ihnen eine Haustier-Kamera wie diese, Ihr Haustier zu sehen und mit ihm zu sprechen! Es gibt kein besseres Heilmittel für Trennungsangst, als mit eigenen Augen zu sehen, dass Ihr flauschiger Freund glücklich und gesund ist.


Ein letzter Tipp: Es ist nie einfach, sich für längere Zeit von Ihrem besten Freund zu verabschieden. Versuchen Sie dennoch, sich ruhig und normal zu verhalten, bevor Sie abreisen. Ein dramatischer Abschied könnte Ihr Haustier verstören. Wir hoffen, dass Ihr Haustier und dessen temporäres Herrchen oder Frauchen ein sehr glückliche Erlebnis haben werden!

Andrew Bucher
Tierarzt und Mitbegründer von MedicAnimal