Skip to content Skip to navigation menu

Brachycephalie – Was ist das und was können Sie tun?


Für jene, denen der Begriff nichts sagt: „Brachycephalie“ bedeutet „Kurzköpfigkeit“. Bei einem brachycephalen Tier ist der Schädel breiter und kürzer als bei einem Tier mit einem normal geformten Schädel. Die Beliebtheit dieser Rassen mit „eingedrücktem“ Gesicht hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Beispiele sind: Französische Bulldoggen, Möpse, Shih Tzus und Boxer.

Diese Rassen werden für diese bestimmten Charakteristika gezüchtet. Doch leider ist es eine unerfreuliche Nebenerscheinung, dass Tiere mit flachem Gesicht extrem enge Atemwege haben, weshalb es ihnen schwerfällt, normal zu atmen.

Nicht alle Tiere mit flachem Gesicht leiden unter dem Brachycephalen Syndrom. Doch wenn Sie mitbekommen, dass ein Tier Schnauf- oder Gurgelgeräusche von sich gibt, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass es unter chronischen Atemproblemen leidet.

Waren Sie sich bereits den Risiken bewusst, die mit der Kurzköpfigkeit einhergehen, haben Sie Ihr Tier sicherlich bereits von Ihrem Tierarzt untersuchen lassen. Das Brachycephale Syndrom kann in verschiedenem Maße auftreten. Nicht jedes Tier muss operiert werden. Am besten lassen Sie Ihren Hund von einem Tierarzt untersuchen, wenn er noch ein Welpe ist, um feststellen zu lassen, ob eine OP erforderlich ist.

Eine Operation ist eine extreme Maßnahme. Schon oft können diese folgenden Tipps Ihrem brachycephalen Tier helfen:

1) Eltern – Bei der Auswahl eines Tiers einer brachycephalen Rasse sollten Sie auf jeden Fall beide Eltern treffen (ein verantwortungsbewusster Züchter wird Ihnen dies ermöglichen). Prüfen Sie, ob Mutter und Vater normal atmen, d. h. so wenig Geräusche machen wie möglich.

2) Gewicht – Halten Sie Ihr Haustier auf Idealgewicht, um das Risiko des Brachycephalen Syndroms gering zu halten.

3) Temperatur – Sorgen Sie dafür, dass Ihr Tier es angenehm kühl hat. Vermeiden Sie lange Spaziergänge und gehen Sie zu kühleren Tageszeiten hinaus (morgens/abends). Brachycephale Hunde können warme Temperaturen nicht so gut ertragen wie Hunde anderer Rassen. Sie müssen mehr hecheln, um ihre Temperatur gering zu halten (keine leichte Sache, wenn die Atemwege halb blockiert sind).

Andrew Bucher
Tierarzt und Mitbegründer von MedicAnimal