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Damit Senioren ihre Haustiere behalten können

Wir sind fest davon überzeugt, dass ältere Menschen, die sich verantwortungsvoll um ihre Haustiere kümmern, ein Recht darauf haben, ihre Tiere zu behalten, wenn sie ins Altenheim ziehen; vorausgesetzt, dass sie sich angemessen um ihre Vierbeiner kümmern und sich an die grundlegenden Tierschutzprinzipien (Freiheit von Hunger, Durst, Unbehagen, Krankheit, Angst und Leiden sowie Freiheit zum Ausleben normaler Verhaltensweisen) halten.

In Großbritannien ist das allerdings nicht der Fall. Jährlich sind schätzungsweise 140.000 Senioren gezwungen, ihr Haustier abzugeben, wenn sie ins Seniorenheim ziehen. Zu den Gründen gehören:

• Richtlinien, die das Halten von Haustieren untersagen

• Richtlinien, die scheinbar „haustierfreundlich“ sind, wobei sich dies allerdings nur auf das Tier, das bereits im Seniorenheim lebt, oder auf das Aquarium im Aufenthaltsraum bezieht

• Haustierfreundliche Richtlinien, die von der neuen Leitung oder den neuen Eigentümern im Handumdrehen rückgängig gemacht werden; so wie es zum Beispiel Bob in Schottland ergangen ist

Die Trennung von ihren geliebten Vierbeinern bedeutet nicht nur unsägliches Leid für die Senioren, sondern trägt auch dazu bei, dass immer mehr Tiere in Großbritannien ein neues Zuhause brauchen. Falls ein Freund oder Familienmitglied das Tier nicht aufnehmen kann, muss es an ein neues Zuhause vermittelt werden; häufig sind die Vermittlungsorganisationen bereits am Rande ihrer Kapazitäten. In etlichen Fällen gibt es leider keine andere Möglichkeit, als das Tier einzuschläfern.

Für Bob ist sein Hund Darkie sein bester Freund und treuester Begleiter. Mit ihm teilt er wertvolle Erinnerungen an seine Frau, die vor einigen Jahren verstarb. Als Bob ins Seniorenheim zog, galten dort haustierfreundliche Richtlinien, sodass Darkie mit ihm einziehen konnte. Doch nun hat eine neue Leitung das Sagen und die Richtlinien abgeschafft. Erfahren Sie mehr über Bob und seinen geliebten Vierbeiner Darkie auf: https://www.facebook.com/helpbobsdog/

Vielleicht kennen Sie Bobs Geschichte oder einen ähnlichen Fall von jemandem, der sein Haustier aufgrund des Umzugs in ein Seniorenheim abgeben musste. Leider kennen Tierärzte dieses Szenario nur allzu gut.

MedicAnimal traf sich mit Elizabeth Ormerod, Tierärztin und Leiterin der SCAS (Society for Companion Animal Studies), die sich seit vielen Jahren mit der Erforschung der Beziehung zwischen Mensch und Haustier beschäftigt, insbesondere der positiven Wirkung, die Haustiere auf schutzbedürftige Personen haben. Ihrer Meinung nach ist es besorgniserregend und ein großer Widerspruch, dass die Menschen, die von der Haltung eines geliebten Haustiers am meisten profitieren, dazu gezwungen werden, das Tier abzugeben. Ältere Menschen profitieren in vielerlei Hinsicht von der Haltung eines Haustiers; zu den Vorteilen gehören u. a.:

• verringerte Einsamkeit und Depression

• ein reduzierter Cholesterinspiegel, niedrigerer Blutdruck und ein verringertes Herzinfarktrisiko

• weniger kleinere Beschwerden, wie Husten und Erkältungen

• höheres Selbstwertgefühl und stärkere Sozialisierung

Großbritannien muss dringend anderen Ländern folgen und ebenfalls Gesetze einführen, die das Recht zur Haltung von Haustieren in Seniorenheimen schützen. Unterstützen Sie Bob und unterzeichnen Sie die Petition, damit Bob seinen Hund behalten kann. Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass anderen dieses Schicksal erspart bleibt.

Hier können Sie die Petition unterzeichnen

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