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Der Verdauungstrakt des Pferdes

Der Verdauungstrakt des Pferdes

 

Ein Pferd benötigt Energie, Proteine, Vitamine und Mineralien wie alle anderen Tiere, unterscheidet sich jedoch in der Art und Funktion des Verdauungssystem. Das Verdauungssystem des Pferdes liegt zwischen dem eines Wiederkäuers und eines Nicht-Wiederkäuers. Sie sind Pflanzenfresser, die nur einen Typus Pflanze gut verdauen können. Zu viel oder zu wenig oder falsches Futter kann Verdauungsstörungen verursachen, die zu Krankheit oder sogar Tod führen können.

Esophagus

Speiseröhre

Stomach

Magen

Small Intestine

Dünndarm

Large Colon

Dickdarm

Cecum

Plumpdarm/Blinddarm

Small Colon

Kleiner Grimmdarm

Rektum

Mastdarm

 

 

 

Zähne

Wie bei allen Tieren beginnt die Verdauung bereits im Maul. Pferde haben einen effizienten Weg gefunden, Gras mit den vorderen Zähnen abzufressen und mit den hinteren Zähnen zu zermahlen. Mit zwei oder drei Jahren verliert ein Fohlen seine Milchzähne und die erwachsenen Zähne wachsen fast das ganze Leben lang. Es gibt verschiedene Wachstumsphasen des Gebisses, bei denen leicht das Alter des Pferdes festgestellt werden kann.

Da Pferde 95 % ihrer Zeit nahe dem Boden grasen, nehmen sie somit auch viel Splitt auf. Dieser Splitt wird normalerweise von den Zähnen zermahlen. Bei Hauspferden kann der Zahnverschleiß uneben sein und die Zähne können oft nicht natürlich abgenutzt werden. Deshalb ist der jährliche Besuch beim Pferdezahnarzt ein Muss, um überschüssiges Wachstum oder scharfe Ecken der Zähne zu entfernen.

 

 

 

Schlucken

Pferde behalten das gekaute Futter im hinteren Teil des Mauls vor dem Schlucken. Dort wird es sorgfältig eingespeichelt und anschließend durch starke Muskelkontraktionen die Speiseröhre hinuntergepresst. Idealerweise ist genügend Speichel vorhanden, um das Futter zu schlucken, aber gierige Pferde kauen oft nicht sorgfältig und speicheln nicht genug ein und können dadurch ersticken.

Das Futter wird dann in den Magen weitertransportiert. Im Gegensatz zu Rindern, die mehrere Mägen haben, besitzen Pferde nur einen. Der Pferdemagen ist klein und funktioniert am besten, wenn er nicht vollkommen gefüllt ist. Ein voller Magen kann für Menschen angenehm sein, für Pferde hingegen ist es jedoch unangenehm und sogar schädlich. Da sich die Speiseröhrenklappe nur in eine Richtung öffnet, können sich Pferde nicht übergeben. Somit kann alles, was gefressen wird (auch Schädliches), nur in einer Richtung ausgeschieden werden.

Magen

Im Magen wird das Futter mit mehr Säuren und Enzymen vermischt um die Nährstoffe aufzuspalten. Das Futter wandert von dort weiter in den Dünndarm, wo mehr Sekrete aus dem Darm und der Leber sowie Bauchspeicheldrüse abgegeben werden, um das Futter in Nährstoffe und benötigte Energie aufzuspalten.

Attaches to Diaphragm

Schließt an die Magenwand an

Pylorus

Pförtner

Duodenum

Zwölffingerdarm

 

Der Dickdarm

Wenn das Futter durch den Dünndarm durchwandert hat, kommt es in den Dickdarm. Dort wird der Großteil des Wassers aus dem Futter absorbiert und die Ballaststoffe werden aufgespalten. Im Dickdarm liegt zudem der Plumpdarm (der Blinddarm des Pferdes) und dieser nimmt oft Splitt auf und kann eine sogenannte Sandkolik verursachen. Da die inneren Organe sehr eng beieinander liegen, kann eingequetschtes Futter leicht Verstopfungen und Koliken verursachen. Der Darm kann sich somit ineinanderschieben oder verdrehen und extreme Schmerzen für das Tier verursachen. Obwohl die tierärztliche Versorgung heutzutage hervorragend ist, müssen viele Pferde mit schweren Koliken, die einen verdrehten Darm verursachen, eingeschläfert werden.

 

Ausgehend vom Dickdarm wird der Kot in Richtung des Mastdarms geschoben und wird durch den After ausgeschieden.

Verdauungsprobleme

Pferde können extreme Schmerzen bei der Verdauung durch giftige Pflanzen, Stress, Bakterien wie Salmonellen, Parasiten, Überfressen oder Schlucken von Fremdkörpern erfahren. Jeder dieser Faktoren kann starke Koliken verursachen.

Eine Kolik ist ein Zeichen für Unterleibsschmerzen und ist an und für sich keine Krankheit. Symptome für eine Kolik sind: das Pferd beißt sich an den Seiten, erhöhter Puls, stürmisches Rollen am Boden sowie lustloses, apathisches und ungewöhnlich gereiztes Verhalten, Verstopfung, Verringerung von Verdauungsgeräuschen, Schwitzen und Unwilligkeit zu trinken. Wenn Ihr Pferd Symptome einer Kolik zeigt, rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an.

Erhaltung eines gesunden Darms

Sie können das Verdauungssystem Ihres Pferdes leicht gesund halten. Bieten Sie dem Pferd viel sauberes Wasser, Heu und Futter von guter Qualität und genügend Bewegung. Eine regelmäßige Entwurmung wird Parasitenbefall beseitigen und regelmäßige Zahnpflege hilft dem Pferd, das Futter ordentlich zu kauen.