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Der energiegeladene Hund

Wenn man einen Hund hat, der vor Energie nur so strotzt, kann das Miteinander schwierig werden. In einigen Fällen kann Hyperaktivität einer mangelnden geistigen und physischen Auslastung zugrunde liegen. In anderen Fällen liegt es vielleicht einfach an den Wesensmerkmale der Rasse oder der individuellen Persönlichkeit des Hundes.  Aber es besteht kein Grund zur Verzweiflung! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie dafür sorgen können, dass ein hohes Energielevel Ihres Hundes sich nicht negativ auf Ihren Alltag auswirkt. Dadurch erleichtern Sie sich dann nicht nur das eigene Leben, sondern Sie machen auch Ihren Hund glücklicher. Als Erstes müssen Sie feststellen, in welchen Situationen Ihr Hund sehr überschwänglich reagiert bzw. unerwünschtes Verhalten zeigt: Geschieht dies meist, wenn er aufgeregt ist (zum Beispiel, wenn jemand an der Tür klingelt)? Oder eher dann, wenn er geistig und körperlich nicht ausgelastet ist? Ein gut ausgebildeter Hundetrainer kann Ihnen helfen, die Situation zu analysieren und Lösungen zu finden.

Erziehung

Jeder Hund sollte eine Grunderziehung erfahren, aber bei dem heute vorherrschenden hektischen Lebensstil kommt das Basistraining schnell einmal zu kurz. Ist Ihr Hund gut erzogen, können Sie ihn kontrollieren, und – was genauso wichtig ist – Ihr Hund wird beim Training körperlich und geistig gefordert. Auch wenn Welpen schneller auf Erziehungsmaßnahmen reagieren, können selbst erwachsene Hunde noch gut trainiert werden. Der Umgang mit einem sehr energiegeladenen Hund wird sehr viel einfacher, wenn er gelernt hat, auf Sie und Ihre Familie zu hören.Nina Ottosson

Geistige Auslastung

Lernt ein Hund, Ihren Befehlen zu gehorchen, so lastet ihn dieses Training geistig aus. Darüber hinaus können Sie ihn außerdem noch mit geeigneten Spielzeugen und Spielen beschäftigen, die speziell dazu entwickelt wurden, ihn geistig zu fordern und auszulasten. Das Angebot ist groß und reicht von einem einfachen Original-Kong, den sie mit Leckerchen befüllen können, bis zu Nina Ottossons komplexen Hundespielen.

Ablenkungstherapie

Es kann hilfreich sein, wenn Sie Ihrem Hund klarmachen, dass nichts im Leben umsonst zu haben ist.  Wenn er etwas möchte, muss er etwas leisten! Lassen Sie ihn beispielsweise absitzen, bevor er an den Futternapf darf oder legen Sie ihn ins Platz und fordern Sie ihn auf zu bleiben, wenn jemand an der Tür klingelt. Der Hund wird dadurch geistig und physisch genauso stimuliert wie beim Obedience-Training. Damit so etwas funktioniert, müssen Sie mit Ihrem Hund natürlich die Grundlagen trainiert haben. Sollte Ihr Hund die erforderlichen Befehle noch nicht gelernt haben, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, mit dem Training zu beginnen!

Körperliche Auslastung

Bekommt Ihr Hund die Chance, sich mehr zu bewegen, kann er dabei seine überschüssige Energie herauslassen. Besuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Hund unbekannte Orte und probieren Sie neue Aktivitäten aus. Ihr Hund wird es Ihnen danken, denn dadurch ist er sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet und zeigt sich im Haus gelassener und leichter zu handhaben.  Das Angebot an Sportarten und Aktivitäten für Sie und Ihren Hund ist groß. Versuchen Sie doch einmal Flyball, Agility oder Fußgehen ("Heelwork to Music"). Wenn Sie mit Ihrem Hund in der Gruppe trainieren, erlernt er gleichzeitig den Umgang mit seinen Artgenossen.  

Mittel mit beruhigender WirkungZylkene

Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die dabei helfen können, Ihren Hund gelassener werden zu lassen. Zylkene ist ein natürliches Ergänzungsmittel, das auf ähnliche Weise beruhigend wirken kann wie die Muttermilch bei Welpen. Bei Canine Placid Herbs handelt es sich um eine Mischung von beruhigend wirkenden Kräutern, u. a. Kamille, die Sie einem aufgeregten oder nervösen Hund unter das Futter mischen können. Tabletten mit Helmkraut und Baldrian sind ebenfalls hilfreich, um aufgeregte oder besorgte Tiere zu beruhigen. Außerdem können Sie auch Adaptil („Dog Appeasing Pheromone“) einsetzen. Dieses Pheromon wirkt beruhigend und ist als Zerstäuber, Spray oder als über die Dauer von vier Wochen verwendbares Halsband erhältlich.

Eventuell müssen Sie mit Versuch und Irrtum arbeiten, bis Sie herausgefunden haben, welche Maßnahmen am besten für Sie und Ihren Hund geeignet sind. Sollte Ihr Hund trotz aller Anstrengungen extrem energiegeladen bleiben, empfehlen wir den Besuch eines guten Hundetrainers.