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Equines Sarkoid

Equines Sarkoid

Ein Sarkoid ist ein gutartiger Tumor,  er das umliegende Bindegewebe einschließt. Er beginnt in Warzengröße zu wachsen, kann jedoch schnell zur Größe eines Tennisballes anwachsen.  Manche Sarkoide sind trockene, schuppige Gebilde, die leicht bluten. Das Hauptproblem mit Sarkoiden ist, dass durch mechanische Einwirkung  (z.B.: Sattel- und Zaumzeug) der Tumor aufplatzen kann und dadurch das Pferd anfällig für sekundäre Infektionen wird.

Der Tumor wird durch Viren ausgelöst und kommt häufiger bei älteren Pferden vor. Jedoch sind akute Fälle bei jüngeren Pferden öfter zu beobachten.

Warzige Sarkoide (oberflächlich)

Sie sind trockene Klumpen und haben zirka die Größe eines Golfballes, obwohl sie stark variieren kann. Meistens sind sie auf dem Kopf, Brustkorb, Schultern und Läufen zu finden. Da auf Sarkoiden keine Haare wachsen, sind sie leicht zu entdecken.

 

Bindegewebsschädigende  Sarkoide (tiefer liegend)

Dieser Typ ist meistens eine Weiterentwicklung des warzigen Sarkoids, der gewachsen ist, sich abgespalten hat oder durch äußere Einwirkung beschädigt wurde. Diese Art des Sarkoids verursacht mehr Probleme, er blutet, während er wächst und kann zur Größe eines kleinen Fußballs anwachsen. Geschwüre, Fliegenmadenfraßkrankheit und sekundäre Infektionen können durch den Sarkoid verursacht werden und Komplikationen verursachen. Das Wachstum dieser Sarkoide variiert stark und manchmal können sie für Jahre nicht aktiv sein. Verborgene Sarkoide sind flach und können bindegewebsschädigend werden, wenn sie aufgekratzt werden.

 

Knotenförmige  Sarkoide

·         Feste, kaum sichtbare Knoten, die in Größe variieren und normalerweise um die Augenlider, auf der Innenseite der Schenkel und Leistengegend zu finden sind.

·         Sie können einzeln oder mehrfach auftreten. (oft mehrere Hundert)

·         Manche sind nicht mit der Haut verbunden und die Haut kann über dem Tumor bewegt werden. Manche sind mit der Haut verbunden und die Haut kann über dem Tumor nicht bewegt werden.

·         Manche bilden Geschwüre und bilden blutende Gebilde.

 

Bösartige Sarkoide

·         Ist der aggressivste Typ. Der Tumor verbreitet  sich schnell und flächendeckend unter der Haut und das Tumorgewebe ist durchzogen mit Knoten und geschwürartigen Gewebsverletzungen.

·         Es gibt oft darüber liegende warzige Sarkoide und verborgene Verletzungen.

·         Es ist eine sehr seltene Form und tritt meistens im Gesicht sowie an den Ellbogen auf.

Behandlung

Die operative Entfernung von Tumoren wurde früher oft angewendet. Jedoch bringt das zahlreiche Nachteile mit sich wie Rückfälle, beschleunigtes Wachstum und Narbenbildung.

Bei der Kältechirurgie werden die betroffenen Stellen mehrmals schockgefroren, um das umliegende Bindegewebe  vor der operativen Entfernung zu zerstören. Diese Technik vermindert  die Wahrscheinlichkeit eines  Rückfalles. Jedoch ist diese Technik nicht für das empfindliche Gewebe um die Augen geeignet.

Eine Radiotherapie unterscheidet sich nicht wesentlich von der, die bei menschlichen Krebspatienten angewendet wird. (Die betroffene Stelle wird lokal bestrahlt). Die Nachteile dieser Behandlung sind die Nebenwirkungen durch die Bestrahlung und es werden geschultes Personal sowie Einrichtungen für das Pferd benötigt.

Bei der Immuntherapie wird die körpereigene Immunabwehr des Pferdes aktiviert. Es gibt zwei verschiedene Methoden:

·         Injektion von BCG-Vakzinen. Mehrmalige Injektionen direkt in den Tumor über mehrere Wochen.

·         Einführung von Sarkoidgewebe. Deaktiviertes Tumorgewebe wird unter die Haut eingeführt, um eine positive Reaktion des Immunsystems über mehrere Monate zu erhalten.

Diese Behandlungsmöglichkeiten sind nur für kleine Tumore geeignet und brauchen oft länger, bis sie anschlagen. Der Vorteil ist, dass es relativ milde Therapieformen sind.

Zusammenfassung

Sarkoide werden als nicht ansteckend betrachtet, jedoch können sie sich durch Kontakt mit lebenden Tumorzellen verbreiten. Wenn zum Beispiel Tumorzellen vom Tumor abgekratzt werden und mit einer gesunden Stelle in Berührung kommen, kann sich ein neuer Tumor entwickeln. Wie erwähnt, kann aggressive Einwirkung auf den Tumor das Wachstum beschleunigen.

Kleine Sarkoide sind meistens unauffällig und bereiten dem Pferd wenig Probleme. In schweren Fällen, bei dem das Pferd gegen Behandlung resistent zu sein scheint, muss das Tier unter Umständen eingeschläfert werden. Die Forschung verbessert  sich ständig und auch die Erfolgsquoten bei der Handlung verbessern sich. Zudem sind Sarkoide gutartige Tumore und so besteht beim Großteil der Pferde keine Gefahr für sein langzeitiges Wohlergehen.