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Fliegen

Fliegen

 

Viele Insektenarten können Pferde reizen oder sogar Schaden zufügen. Solche Insekten sind zum Beispiel Stechfliegen, Läuse und Dasselfliegen. Manchmal können auch Milben oder Zecken zum Problem werden. 

Stechfliegen

Es gibt viele verschiedene Sorten von Stechfliegen, die Pferden lästig werden können. Solche sind beispielsweise Mücken, Kriebelmücken, Bremsen und Stallfliegen, wobei die Stallfliege die gröβte Sommerplage ist.

Stallfliegen

Männliche und weibliche Stallfliegen sind beide Blutsauger und können Pferde extrem reizen. Ausgewachsene Fliegen sind etwa 0,8 cm lang und ähneln Hausfliegen. Die Weibchen legen bis zu 50 weiβliche Eier und können bis zu 1000 Eier in einer Lebensspanne produzieren. Die Larven sehen madenartig aus und entwickeln sich in drei Stadien. Im Endstadium sind die Larven etwa 1 cm lang und sehen cremefarbig aus. Die Larve verhärtet sich anschlieβend und nimmt eine dunklere Farbe an.

 

 

Stallfliegen können alle Tiere befallen und sind besonders frühmorgens und am späten Nachmittag aktiv. Sie bevorzugen die Bauch- und Beinregionen und leben ausschlieβlich vom Blut anderer Tiere. Die Eier werden in verwesende Pflanzen- und Tierreste gelegt und brauchen zwischen 11-21 Tagen, um sich entsprechend zu entwickeln. Ausgewachsene Larven kriechen dann zu trockereren Regionen, um zu verpuppen.

Stallfliegen sind besonders in den Sommermonaten aktiv und dann eine richtige Plage. Sie halten sich am liebsten drauβen auf und können sich einfach von einem Gehöft zum nächsten verbreiten. Sie bleiben zumeist bis Oktober aktiv, wobei die Larvenentwicklung sich mit niedrigeren Temperaturen allmählich legt. Sobald Frost eintritt, überleben Larven zumeist nur in Dunghaufen, da sie ausreichend Wärme abgeben. 

Bremsen              

Bremsen hinterlassen schmerzhafte Stiche und bestimmte Spezies sind so häufig, dass sie für weidende Pferde, besonders in feuchteren Wiesen, zum Problem werden. Da der Stich besonders unangenehm ist, werden Pferde zumeist unruhig und widerspenstig. Die Larven leben in den Anfangsstadien zumeist im Wasser und überwintern in den Endstadien. Die Lebensspanne ist ziemlich lang und kann bis zu zwei Jahren andauern. Nur die Weibchen sind Blutsauger und die Bekämpfung ist schwierig, obwohl Mückenschutzmittel den Befall einschränken können.

 

Kriebelmücken

Kriebelmücken sind kleine, lange Stechmücken, die im Frühjahr und Sommer besonders in Flussregionen gehäuft auftreten. Die Larven leben im Wasser, wo auch die Verpuppung erfolgt. Die ausgewachsenen Kriebelmücken können ernsthafte Gesundheitsprobleme herbeiführen und Pferde widerspenstig machen. Auβerdem kann so ein Befall Anämie zur Folge haben sowie Blutvergiftungen und allergische Reaktionen verursachen, die manchmal sogar zum Tode führen können. Die Vorbeugung ist nicht so einfach, obwohl beim Befall der Ohren Vaseline aufgetragen werden könnte, was zumeist abschreckend wirkt. Falls möglich sollten betroffene Pferde am besten tagsüber im Stall gehalten werden, da Kriebelmücken nur dann aktiv sind.  Generelle Insektizide sind leider nicht effektiv.

 

Stechmücke

Stechmücken können sehr lästig sein und auβerdem zu bedeutenden Blutverlusten und Hautreizungen führen. Direkte Behandlung mit Insektiziden und Mückenschutzmitteln kann etwas vorbeugen.

 

Hornfliegen

Hornfliegen befallen zumeist Nutzvieh, obwohl sie auch auf Pferde übergreifen können, wenn beide zusammen auf einer Wiese grasen. Hornfliegen sind generell halb so groβ wie Stallfliegen, wobei Hornfliegen ständig auf dem Wirt verbleiben. Die Weibchen legen die Eier in den Kot, wodurch die Bekämpfung auch auf dieser Ebene vorgenommen werden muss. Mückenschutzmittel sind zumeist ausreichend für Pferde.

Stallfliegenkontrolle

Gute Hygiene ist zunächst von gröβter Bedeutung, wobei es zusätzlich noch andere Methoden gibt wie die regelmäβige chemische Bekämpfung von Larven und ausgewachsenen Fliegen.

Hygienemaβnahmen

Das Grundziel ist die Beseitigung von Larven und deren Brutstätten. Dabei sollte auf bestimmte Bereiche besonders geachtet werden. Dung bietet die besten Konditionen für Brutstätten und sollte deshalb früh genug beseitigt oder zum Trocknen auseinander geharkt werden. Selbst kleine Haufen, besonders wenn mit Stroh vermengt, kann groβe Anzahlen von Stall- und Hausfliegenlarven beherbergen. Feuchte Regionen, in denen sich Schlamm und Pflanzenreste anhäufen, sind auβerdem ideale Brutplätze. Intakte Abwässersysteme um die Ställe können dem vorbeugen und machen chemische Kontrollmaβnahmen viel effektiver. 

Chemische Kontrollmaβnahmen

Es gibt verschiedene Produkte zur chemischen Vorbeugung. Generell sind oberflächenbehandelnde Insektizide und Sprays die effektivsten Mittel, denn individuelle Sprays haben zumeist nicht die selbe Konzentration und sind sehr zeitaufwendig. In der Praxis sind meistens beide Maβnahmen von Nöten, befolgen Sie immer die Anweisungen des Herstellers.