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Gesundheit von Katzen: Darauf müssen Sie achten


Katzen sind von Natur aus eigentümliche Wesen: draußen sind sie perfekte Jäger, drinnen absolute Schmusetiere. Zwischen diesen beiden Welten können sie extrem schnell umschalten.

Aufgrund ihrer Jagdeigenschaften sind Katzen Meister darin, Krankheiten und Verletzungen zu verbergen – eine wichtige Fähigkeit, um in freier Wildbahn zu überleben. Als Besitzer einer Katze müssen Sie sich dessen bewusst sein und daher stets auf die folgenden Warnzeichen achten:

1) Durst

- Hierauf gilt es insbesondere Acht zu geben, denn ein verstärktes Durstgefühl lässt sich auf vielerlei Ursachen zurückführen: Es kann ein Anzeichen für Diabetes oder Infektionen sowie Nieren- und Lebererkrankungen sein.

- Ist eine Nierenerkrankung die Ursache, nehmen Sie das Warnzeichen erst wahr, wenn die Nieren Ihrer Katze bereits zu 75% beschädigt sind. Das Beste, was Sie daher für Ihre Samtpfote tun können, ist ihren Urin zweimal im Jahr zu testen, vor allem, wenn sie in die Jahre kommt. Das können Sie ganz leicht zu Hause tun. Geben Sie dafür einfach statt normalem Streu Katkor Streu in die Katzentoilette, um eine Urinprobe zu nehmen, die Sie dann sofort zu Ihrem Tierarzt bringen (lagern Sie die Probe solange im Kühlschrank).

- Die Nieren von Katzen können Wasser extrem gut speichern, doch alle Katzen werden, wenn sie älter werden (insbesondere ab dem 7. Lebensjahr), in gewissem Maße einen Nierenschaden erleiden.

- Achten Sie daher auf Veränderungen der Trinkgewohnheiten Ihrer Katze. Eine Katze, die mit Trockenfutter gefüttert wird, trinkt in der Regel mehr als eine Katze, die sich hauptsächlich von Nassfutter ernährt. Trinkt Ihre Samtpfote mehr oder weniger als gewöhnlich, lassen Sie sie von einem Tierarzt untersuchen.

2. Die Katze pflegt sich nicht mehr und hat ein ungepflegtes und struppiges Fell:

- Alle Katzenliebhaber wissen: Für Katzen gibt es nichts Schöneres, als sich ausgiebig zu säubern. Erscheint das Fell Ihrer Katze ungepflegt, struppig und glanzlos oder stellen Sie fest, dass Ihre Samtpfote sich nicht mehr pflegt (vor allem an der Basis der Wirbelsäule), könnte dies ein Hinweis auf Arthritis, einen wunden Mund oder allgemeines Unwohlsein sein. In jedem Falle sollten Sie Ihren Tierarzt konsultieren.

3. Essgewohnheiten:

- Stellen Sie fest, dass Ihre Katze weniger als sonst frisst, sollten Sie Alarmglocken läuten hören, insbesondere wenn die Appetitlosigkeit 24 Stunden oder länger anhält. Katzen lieben Routine, vor allem wenn es ums Essen geht. Jegliche Abweichungen von den Gewohnheiten könnten ein Hinweis auf Schmerzen (z. B. der Zähne) oder Krankheiten (wie Entzündungen oder Nieren- und Leberprobleme) sein.

4. Gewichtsverlust

- Idealerweise wiegen Sie Ihre Katze einmal im Monat. Dafür stellen Sie sich am besten zuerst allein auf die Waage, merken sich Ihr Gewicht und dann stellen Sie sich mit Ihrer Katze auf dem Arm auf die Waage. Die Differenz ist das Gewicht Ihrer Katze.

- Achten Sie auf Muskelschwund entlang der Wirbelsäule (Sie können die Wirbelsäule stärker fühlen) oder Rippen, die Sie deutlicher spüren können.

- Natürlich kann der Grund für den Gewichtsverlust sein, dass Ihre Katze einfach mehr Energie verbrennt, als sie zu sich nimmt. Aber die Ursachen können sich eventuell auch auf einen wunden Mund, Nierenerkrankungen, Übelkeit oder sogar auf eine Schilddrüsenüberfunktion (in diesem Fall würde Ihre Katze gut fressen) zurückführen lassen. Nehmen Sie einen Gewichtsverlust bei Ihrer Katze jedenfalls ernst und bringen Sie Ihre Katze zum Tierarzt.

5. Ihre Katze schläft mehr

- Dies ist nicht allzu leicht festzustellen, denn Katzen machen gerne ein Nickerchen. Allerdings sind Katzen auch Gewohnheitstiere und haben eine ganz bestimmte Routine, wann, wo und wie lange sie ein Schläfchen halten. Beobachten Sie, dass Ihre Katze träge ist oder während Tageszeiten schläft, an denen sie normalerweise nicht schlafen würde (beispielsweise wenn Sie nach Hause kommen oder zu Fütterungszeiten), dann stimmt etwas nicht und Sie sollten Ihre Samtpfote zum Tierarzt bringen.

6. Mundatmung

- Katzen atmen nicht mit offenem Mund, es sei denn, es ist extrem heiß draußen, sie haben sich zu sehr überanstrengt oder sie stehen unter enormem Stress (z. B. im Behandlungszimmer beim Tierarzt)!- In ihrer normalen Umgebung ist Mundatmung nicht normal und könnte ein Anzeichen für Herz- und/oder Lungenbeschwerden sein. Konsultieren Sie unmittelbar Ihren Tierarzt.Beobachten Sie einige der Warnzeichen, ist es wichtig, dass Sie nicht in Panik verfallen. In allen Fällen gilt: Je früher erkannt, desto besser.Tierärzten ist es grundsätzlich am liebsten, wenn sie die Möglichkeit erhalten, die Lebensqualität Ihrer Katze so früh wie möglich zu verbessern, anstatt ein Tier behandeln zu müssen, bei dem eine Krankheit bereits zu weit fortgeschritten ist und kaum noch etwas getan werden kann, um dem Tier zu helfen. Wir Tierärzte freuen uns sehr darüber, wenn Haustierbesitzer ihr Tier zu uns bringen, sobald ein Problem aufgetreten ist. Die frühzeitige Erkennung macht einen riesigen Unterschied für alle, insbesondere für das Tier.

Andrew Bucher
Dierenarts en mede-oprichter van Medicanimal