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Hat meine Katze Flöhe?

Wie kann ich erkennen, ob Flohbefall vorliegt? Katzen sind Experten, wenn es um Fellpflege geht, und die meisten Katzen verschlucken Flöhe, während sie sich das Fell lecken. Gesunde Flöhe sind zudem recht aktiv und für das menschliche Auge nur schwer zu erkennen. Deswegen kann es auch dann schwierig sein, einen Flohbefall Ihrer Katze wahrzunehmen, wenn er schon ein gewisses Ausmaß erreicht hat. Es ist möglich, dass Ihnen nur auffällt, dass die Katze sich sehr häufig putzt oder kratzt und dass ein menschliches Familienmitglied Insektenstiche an den Beinen entdeckt. Wenn Sie feststellen wollen, ob Ihre Katze Flöhe hat, ist es am besten, Sie stellen sie auf eine saubere, weiße Oberfläche (beispielsweise ein Stück Papier) und kämen sie mit einem feinzinkigen Flohkamm. Dabei sollten vorhandene Flöhe oder vorhandener Flohkot auf die Unterlage fallen. Flohkot ist als kleine, schwarze Partikel erkennbar. Nehmen Sie die schwarzen Partikel mit einem feuchten Wattebausch auf. Sollte es sich tatsächlich um Flohkot handeln, lösen sich die Pigmente des vom Floh verdauten Bluts auf und färben sich rötlich-braun. Wenn dies der Fall ist, liegt selbst dann, wenn Sie mit bloßem Auge keine Flöhe entdecken können, ein Flohbefall vor.

Was bedeutet es für eine Katze, Flöhe zu haben?

Flöhe sind für die Katze und ihre Besitzer nicht nur sehr lästig und ärgerlich, sie können auch ernsthafte Probleme verursachen.
Katzenflöhe können Überträger für die Larven des Bandwurms sein. Die Bandwurmeier werden von der Larve in der Umgebung aufgenommen. Nachdem die Katze einen Floh während des Putzens gefressen hat und im Magen verdaut, werden die Bandwurmeier freigesetzt und entwickeln sich zum erwachsenden Bandwurm. Hat eine Katze Flöhe, ist es wichtig, sie mit einer entsprechenden Wurmkur zu entwurmen.
Ein Flohbefall bei Katzenbabies kann zu allgemeiner Schwäche, Blutarmut und auch zum Tod führen. Falls ein Hund oder eine Katze eine Flohallergie entwickelt, kann dies zu Selbstverletzungen und in Folge zu ernsthaften Hautkrankheiten führen.
Flöhe können bei der Übertragung ansteckender Krankheiten zwischen Katzen eine Rolle spielen. Sie können außerdem Bartonella verbreiten, ein Bakterium, das an der Entstehung einer Katzenkratzkrankheit beteiligt ist, an der Menschen erkranken können, nachdem sie von einer Katze gekratzt oder gebissen wurden.

Welche Behandlungen gibt es und wie effektiv sind sie?

Flohbefall lässt sich am besten vermeiden, wenn man alle Katzen, Hunde und Kaninchen im Haus vorbeugend schützt. Auf diese Weise sollten alle neuen Flöhe, die ein Tier außerhalb des Hauses aufsammelt, vernichtet werden, bevor sie die Chance erhalten, sich zu vermehren.
Sollte bereits ein Flohproblem bestehen, vergessen Sie nicht, dass 95 % des Problems in der Umgebung liegt. Wenn Sie Ihr Tier behandeln, vernichten Sie alle Flöhe im adulten Stadium, darüber hinaus befinden sich im Umfeld aber noch Tausende von Eiern, Larven und Puppen. Sobald diese sich zu adulten Flöhen entwickelt haben, werden sie wieder auf das Tier springen und sich von ihm ernähren. Wurde das Tier mit einem Präparat mit Restwirkung behandelt, sterben die Flöhe zwar, aber die Anzahl derer, die ihren Platz einnehmen wollen, wird nicht geringer.
Ein Umgebungsspray hilft Ihnen im Umgang mit den neuen adulten Flöhen, doch nichts kann die von einem Kokon umgebenen Puppen vernichten. Am besten versuchen Sie, sie zum Schlüpfen zu bringen, beispielsweise indem Sie regelmäßig staubsaugen, damit die neuen adulten Flöhe dann mithilfe von Umgebungssprays und den am Tier angewendeten Präparaten vernichtet werden können. Dies kann einige Wochen bis mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wenn die Puppe Reize wie Erschütterungen, Kohlendioxid oder Wäre wahrnimmt, die signalisieren, dass sich ein Wirtstier in der Nähe befindet, schließt die Entwicklung zum adulten Floh ab und verlässt den Kokon.

Bei Flohbefall sind viele verschiedene Arten von Mitteln für Tiere im Angebot. Die besten und effektivsten Präparate bekommen Sie in der Apotheke oder beim Tierarzt. Es stehen viele verschiedene Arten zur Auswahl:
  • Spot-On-Präparate auf Fipronilbasis (beispielsweise Frontline Spot On, Fiproline oder Effipro). Fipronil tötet Flöhe und Zecken und sollte bei Katzen einmal monatlich angewendet werden.
  • Spot-On-Präparate auf Imidoclopridbasis (beispielsweise Advantage oder Clearspot). Imidocloprid tötet Flöhe und Flohlarven im Umfeld des Tieres und sollte einmal monatlich angewendet werden.
  • Tabletten oder Suspension auf Lufenuronbasis (beispielsweise Program Oral Suspension für Katzen). Lufenuron verhindert, dass sich die Larven im Flohei entwickeln können und sollte bei Katzen einmal monatlich verabreicht werden. Dieser Wirkstoff kann nicht gemeinsam mit einem Spot-On-Präparat eingesetzt werden.
  • Tabletten auf Nitenpyrambasis (beispielsweise Capstar). Nitenpyram tötet adulte Flöhe auf dem Tier bereits 15 Minuten nach der Anwendung. Die Wirkung hält nur 24 Stunden an, sodass der Wirkstoff am besten bei starkem Befall und in Kombination mit einem Präparat mit längerer Wirkdauer verwendet wird.


  • Es gibt weitere Präparate, die jedoch verschreibungspflichtig sind. Es ist immer empfehlenswert, sich mit den Tierarzt bezüglich des optimalen Behandlungsplans abzusprechen. Verwenden Sie bei Behandlung einer Katze keine Flohmittel, die Permethrin, Pyrethroid oder organische Phosphate enthalten.
    Setzen Sie bei Ihrer Katze auch keine Mittel für Hunde ein, denn diese können für Katzen tödlich sein.
    Obwohl auch viele lizenzierte tierärztliche Medikamente natürliche Bestandteile enthalten, können auch alternative Produkte für Katzen gefährlich sein, da die meisten nicht denselben Sicherheitsprüfungen unterliegen wie lizenzierte Arzneimittel.
    Flohhalsbänder bleiben normalerweise wirkungslos und können zu Hautreizungen führen, allerdings gibt es inzwischen einige verschreibungspflichtige Produkte, die sehr viel effektiver und sicherer in der Anwendung sind.