Skip to content Skip to navigation menu

Hilfreiche Tipps für Halter von übergewichtigen Hunden

Hat mein Hund Übergewicht?

Eine Lebensweise mit immer weniger Bewegung bei gleichzeitiger Überfütterung hat dazu geführt, dass unsere Haustiere an Gewicht zugelegt haben. Übergewicht kommt bei ihnen inzwischen genauso häufig vor wie beim Menschen. Wenn Sie die tägliche Routine Ihres Tieres ändern, lösen Sie ein allmählich immer schwerwiegenderes Problem.

Einige Gründe für Übergewicht

Zu den wichtigsten Gründen für Übergewicht gehören zu große Futterrationen und/oder mangelnde Bewegung. Ein Hund nimmt zu, wenn er mehr Energie aufnimmt als er verbraucht. Die überzähligen Kalorien werden dann als Fett gespeichert. Einige Rassen neigen eher dazu, Gewicht zuzulegen als andere, beispielsweise Labradore, Beagles und Basset Hounds. Doch unabhängig davon, welcher Rasse ein Hund angehört, sollte sein Besitzer ihn nie verfetten lassen. Neigt Ihr Hund stark zu Übergewicht, müssen Sie besonders aufpassen, wenn es um die Ernährung geht. Hormonelle Störungen können dabei ebenfalls von Bedeutung sein, allerdings betrifft dies nur vergleichsweise wenige Fälle. Beispiele für solche Krankheiten sind Hypothyreose und Morbus Cushing. Hypothyreose wird auch als Schilddrüsenunterfunktion bezeichnet. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass keine ausreichende Menge Schilddrüsenhormone produziert wird. Meistens tritt eine solche Unterfunktion bei mittelgroßen bis großen Hunden auf und die Symptome variieren, da die Hormone sich auf alle Stoffwechselvorgänge auswirken. Zu den häufigsten Symptomen zählen:
  • Hoher Cholesterinspiegel im Blut
  • Trockenes Fell
  • Übermäßiges Haaren
  • Gewichtszunahme
  • Lethargie
  • Morbus Cushing wird durch eine Überproduktion von Glucocorticoiden ausgelöst. Glucocorticoide gehören zu den Steroidhormonen. Sie sind bei vielen Vorgängen im Körper erforderlich, sodass auch hier die Symptome stark variieren können. Zu den häufigsten Symptomen zählen:
  • Vergrößerung des Körperumfangs, ein „dicker Bauch“ (Halter sagen häufig, der Hund habe zugenommen)
  • Fellverlust
  • Häufiges und reichliches Urinieren
  • Vermehrtes Trinken
  • Zunahme des Appetits
  • Welche Krankheiten kommen bei übergewichtigen Haustieren häufiger vor?

    Falls Ihr Tier Übergewicht hat, besteht ein erhöhtes Risiko für folgende Erkrankungen:

    Arthritis
    Diabetes
    Hautprobleme
    Geringere Toleranz gegenüber hohen Temperaturen
    Herz- und Atemwegserkrankungen
    Darmprobleme
    Leberprobleme
    Verringerte Mobilität

    Wie Sie sehen, ist es sehr wichtig, dass sich Halter über die Risiken bewusst sind, denen Ihre geliebte Vierbeinern ausgesetzt sind, wen sie sie verfetten lassen. Es reicht jedoch nicht aus, sich bewusst zu machen, dass Ihr Hund ein paar Pfunde zu viel hat. Wenn Sie vermuten, Ihr Hund könnte Übergewicht haben, müssen Sie schnell und entschieden handeln, um das Problem sobald und sicher wie möglich zu beheben.

    Was tun, wenn der Hund zu viel auf die Waage bringt?

    Machen Sie einen Termin beim Tierarzt. Dort kann der Hund gewogen werden, der Tierarzt beurteilt die Situation und kann Sie beraten, inwiefern Sie die täglichen Abläufe ändern können. Außerdem kann er eventuell zugrunde liegende Krankheiten, wie Morbus Cushing oder eine Schilddrüsenunterfunktion, ausschließen und den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Tieres überprüfen.

    Abnehmen mit Plan:

    Sobald der Tierarzt sich einen Überblick über den Zustand Ihres Hundes verschafft hat, wird er Ihnen dabei helfen, einen genau auf den Hund abgestimmten Plan zur Gewichtsabnahme zu entwickeln. Dazu gehören Änderungen des Futterplans genauso wie erforderliche Änderungen im Tagesablauf, einschließlich eines Trainingsplans. Damit das Tier auf gesunde Art und Weise abnimmt, sollte das Ziel sein, pro Woche 1 % des Körpergewichts abzunehmen. Wiegt der Hund beispielsweise 30 kg, sollte er 300 g pro Woche abnehmen. Wiegt Ihre Katze 7 kg, sollte sie 70 g pro Woche abnehmen.
    Bevor Sie den Futterplan Ihres Hundes ändern, sprechen Sie am besten mit dem Tierarzt ab, welche Möglichkeiten es gibt. In den meisten Fällen wird er ein Futter mit geringem Energiegehalt, eine „therapeutische Tiernahrung“ oder ein nur in der Tierarztpraxis erhältliches Futtermittel empfehlen. Bei Fütterung dieser Art von Futtermittel ist es wichtig, dass Sie nicht nur die Anweisungen auf der Packung, sondern auch des Tierarzt befolgen. Sollten Sie dies nicht tun, können sich Probleme ergeben.

    Futtermittel mit geringem Energiegehalt sind normalerweise kalorienärmer, geben Ihrem Tier aber dasselbe Völlegefühl wie sein Standardfutter. Dies ist auch eine gute Prävention dagegen, dass Ihr Hund bettelt oder während eines Spazierganges Beute jagt. Die nachfolgenden Hundefuttersorten fördern einen schnellen und sicheren Gewichtsverlust:
  • Hill's r/d
  • Hill's Prescription Diet Canine Metabolic
  • Royal Canin Obesity Management
  • Purina Veterinary Diets OM und
  • Eukanuba Veterinary Diets Restricted Calorie .

  • Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob er „Weight Watchers“-Programme für Tiere anbietet. Mit zunehmendem Übergewicht bei Haustieren hat diese Art von Programmen in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Sie bieten regelmäßige Check-ups und Ratschläge, wie Sie am besten am Ball bleiben.

    Sehr hilfreich ist es auch, die folgenden Grundsätze zu berücksichtigen:

  • Messen Sie genau, wie viel Futter Sie geben.
  • Geben Sie nur das mit dem Tierarzt abgesprochene Futter und dies auch nur in der festgelegten Menge.
  • Geben Sie keine Leckerli und füttern Sie das Tier nicht vom Tisch.
  • Sorgen Sie für mehr Bewegung. Dies ist bei Hunden einfacher als bei Katzen. Sie können Ihre Katze dazu bringen, sich mehr zu bewegen, indem Sie häufiger mit ihr spielen, ihr Futter so platzieren, dass sie Treppen steigen muss und ihr Spielzeug für die Zeiten zur Verfügung stellen, wenn Sie nicht zuhause sind.
  • Sorgen Sie dafür, dass die gesamte Familie mit im Boot ist: Jedes Mitglied des Haushalts muss wissen, worum es geht und wie wichtig es ist!

  • Sollte Ihr Hund von unterschiedlichen Personen gefüttert werden, hilft es, die Futtermenge zu kontrollieren, wenn Sie eine Tabelle aufstellen, in der festgehalten wird, wer das Tier wann gefüttert hat und wie groß die Portion war.
    Es ist sehr wichtig, dass ein Tier, das abnehmen soll, regelmäßig und genau gewogen wird. Sollten die Idee und der geänderte Lebensstil nicht die gewünschte Wirkung erzielen, setzen Sie sich erneut mit dem Tierarzt in Verbindung, um weitere Möglichkeiten zu besprechen.
    Denken Sie daran, dass es sich bei allgemeinen Angaben zu Futtermengen nur um Durchschnittswerte handelt. Da Tiere individuell verschieden sind, kann es durchaus sein, dass der Futterplan angepasst werden muss, um die für Ihr Tier richtige Menge zu finden.