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Impfungen

Impfungen

Es ist empfehlenswert, Pferde gegen verbreitete Krankheiten wie Tetanus und Grippe impfen zu lassen.

Tetanus

Pferde sind sehr anfällig für eine Tetanusinfektion im Vergleich zu anderen Haustieren. Der Verursacher von Tetanus, das Bakterium Clostridium tetani, kommt oft im Erdboden vor und kann auch im Pferdekot vorhanden sein. Normalerweise gelangt das Bakterium durch tiefe Wunden in den Organismus.

Vor allem diese tiefen Wunden bieten die idealen Bedingen für eine Infektion. Der Tetanusorganismus kann nur in einer Umgebung ohne Sauerstoff überleben, was in Wunden der Fall ist. Falls das Pferd sich so eine Wunde zuzieht, muss sofort der Tierarzt gerufen werden. Der Arzt wird dem Tier eine Auffrischung oder ein Gegenmittel spritzen, je nach dem, wann das Pferd zuletzt geimpft wurde.

Eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt ist lebenswichtig. Falls bereits Symptome aufgetreten sind, kann das Pferd nur selten gerettet werden. Die Inkubationszeit für Tetanus beträgt 1-3 Wochen und zeigt sich durch Steifheit und Unwilligkeit zur Bewegung. Muskeln und Glieder in der Gegend der Infektion sind zuerst betroffen. Krämpfe in der Kopfgegend und Schwierigkeiten beim Fressen (Wundstarrkrampf), flatternde Nüstern und ein aufgeschreckter Eindruck sind charakteristisch für eine Infektion. 

Eine vorbeugende Impfung ist sehr effektiv und der einzige Langzeitschutz. Eine Tetanusprävention besteht aus zwei Impfungen, die vier Wochen auseinander liegen. Ein Jahr später erfolgt eine Auffrischungsimpfung und danach alle 2-5 Jahre eine weitere Auffrischung.

Zusätzlich zu den Impfungen ist Hygiene eine Maßnahme, um eine Infektion zu vermeiden. Durch regelmäßige Überprüfung der Hufe und Läufe können potentielle Infektionsherde frühzeitig erkannt werden. Die Koppel und der Stall müssen von allen Gefahrenquellen befreit werden, die dem Pferd Schnittwunden zufügen könnten. Zudem sollte der gesamte Hof regelmäßig desinfiziert werden.

Pferdegrippe

Oft wird die Tetanusimpfung in Kombination mit der Grippeimpfung verabreicht. Zahlreiche pharmazeutische Konzerne produzieren Kombinationsimpfungen. Pferdegrippe ist eine hochansteckende Virusinfektion der Atemwege. Die erste Symptom ist ein rauher, trockener Husten der für 2-3 Wochen oder länger andauern kann. Obwohl dies oft nicht bemerkt wird, geht diesem Symptom eine erhöhte Temperatur 1-3 Tage bevor der Husten beginnt voraus. Aus den Nüstern fließt ein klarer Ausfluss, der später dickflüssig wird.

Eine Grippe schwächt ein Pferd sehr und macht es empfänglich für Folgeinfektionen. Pferdegrippe kann sich in eine Bronchitis oder eine bakterielle Lungenentzündung entwickeln. Falls das Pferd an einer Grippe erkrankt, muss es sich für mindestens 3 Wochen ausruhen, selbst wenn keine Folgeinfektionen aufgetreten sind.