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Meerschweinchen mit Juckreiz; ein Leitfaden zur Parasitenbehandlung

Meerschweinchen mit Juckreiz; ein Leitfaden zur Parasitenbehandlung

 

Wie alle anderen Tiere leiden auch Meerschweinchen manchmal unter Juckreiz. Dafür gibt es viele Ursachen, jedoch sind Parasiten am häufigsten dafür verantwortlich. Arten von Parasiten sind Flöhe, Milben und Läuse und sie sind leicht zu behandeln, wenn die Art der Infektion ermittelt wurde.

 

Flöhe

Meerschweinchen werden von Flöhen befallen, wenn ein anderes Haustier sie von draußen einschleppt. Die Symptome unterscheiden sich nicht stark von anderen Haustieren, die befallen sind. Sie schließen ein:

-         Juckreiz

-         Haarausfall

-         Verkrustungen und Schorf auf den entzündeten Hautstellen

-         Anämie (Blutarmut), wenn das Tier stark befallen ist

 

Flöhe sind mit dem bloßen Auge sichtbar und sind als schwarze Punkte zu erkennen. Ein infiziertes Meerschweinchen hat zudem Flohkot in seinem Fell, der am besten mit einem Flohkamm entfernt wird. Um sicher zu sein, dass die Ablagerung Kot und kein normaler Schmutz ist, kämmen Sie das Meerschweinchen über einem weißen Blatt Papier. Mischen Sie die abgefallenen Teilchen mit Wasser und wenn es rotbraun wird, ist es Flohkot, da Blut enthalten ist.

 

In letzter Zeit wurden viele Produkte zur Behandlung und Vorbeugung von Flohbefall entwickelt. Eines dieser Produkte ist Xenex Ultra Spot-on, welches am Nacken aufgetragen wird und Befall von Flöhen, Fliegen, Läusen und Zecken kontrolliert. Wenn das Mittel alle zwei Wochen aufgetragen wird, sollte das genug Schutz bieten. Es ist nicht empfehlenswert, Flohprodukte von anderen  Tierarten zu verwenden, da sie für Meerschweinchen durch zu hohe Dosierungen gefährlich sein können.

 

Milben

Die Milbenart  Trixacarus caviae  ist die häufigste Art, von der Meerschweinchen befallen werden. Die T. Caviae Milbe verursacht extremen Juckreiz bei Meerschweinchen, wodurch sich das Tier extrem kratzt und beißt. Es wird angenommen, dass dieses Trauma den Juckreiz weiter verschlimmert. Symptome eines Befalls beinhalten:

 

-         Haarausfall

-         Verdickung der Haut und Rötung

-         Erhabene rote Beulen

 

Diese Verletzungen sind zumeist am Kopf, Rücken, Flanken und Schultern des Meerschweinchens zu finden. Ihr Tierarzt wird einen Hauttest durchführen, um die Milben zu bestimmen. Jedoch können die Milben schwer zu finden sein.

 

Die T. Caviae Milbe kann durch direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Tieren verursacht werden. Zudem können kann auch die Umgebung des Meerschweinchens kontaminiert sein und deshalb ist es sehr wichtig, auch den Käfig zu behandeln. Falls das versäumt wird, kann ein erneuter Milbenbefall auftreten.

 

Wenn das Krankheitsbild erst mal diagnostiziert ist, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Es ist wichtig, dass alle Tiere, welche mit dem infizierten Meerschweinchen in Berührung gekommen sind, behandelt werden. Eine Behandlungsmöglichkeit ist Xenex Ultra spot on und ist ein beliebtes Produkt, da es auch zu Hause angewendet werden kann. Wenn Sie sich für diese Anwendungsmöglichkeit entscheiden, lassen Sie Ihr Meerschweinchen nach Beendung der Behandlung untersuchen, um zu überprüfen, ob der Befall vollkommen verschwunden ist.

 

Läuse

Die häufigsten Läuse, von denen Meerschweinchen befallen werden, sind die Gliricola porcelli-Laus und die Gyropus ovalis-Laus. Läuse werden meistens in der Kopf- und Nackengegend gefunden und sind mit dem bloßen Auge sichtbar. Sie können am leichtesten identifiziert werden, wenn man mit einem Stück Klebeband eine Haar- oder Fellprobe nimmt. Juckender Haarausfall tritt nur bei schwerem Befall auf. Die meisten Tiere zeigen keine bis wenige Symptome bei einer Erkrankung. In seltenen Fällen kann der Juckreiz zu Haarverlust, Rötungen und Reizungen in ähnlicher Weise auftreten wie bei bereits erwähnten Parasiten. Läuse können zudem in der Umgebung des Meerschweinchens überleben. Deshalb muss auch der Käfig und die umliegenden Bereiche behandelt werden, um einen Rückfall zu vermeiden.

 

Wenn der Tierarzt die Diagnose gestellt  hat, wird er Sie über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten informieren. Es ist sehr wichtig, dass alle Tiere, die in Kontakt mit dem infizierten Meerschweinchen gekommen sind, behandelt werden. Wie bei jeder Krankheit, stellen Sie sicher, dass Sie nach dem Ende der Behandlung mit dem Meerschweinchen zu Ihrem Tierarzt für eine Nachuntersuchung gehen.