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Rundwürmer

Rundwürmer

Toxocara canis, eine bestimmte Rundwürmerart betrifft zumeist Welpen, aber kann den Dickdarm von allen Hunden befallen. Es sind oft keine besonderen Symptome zu erkennen, aber in schwerwiegenden Fällen können die Konsequenzen sehr ernsthaft sein. Denn manchmal breitet sich der Rundwurm bis auf die Lungen aus und verursacht dadurch eine Lungenentzündung. In anderen Fällen verstopft er den Darm oder beschädigt die Darmwände.

Häufige Symptome sind beispielsweise:

Mattes Fell

Gewichtsverlust

Appetitsverlust

Dickbäuchigkeit

Husten

Durchfall

Erbrechen

Anämie

Lethargie

Die Abbildung zeigt hier einen Rundwurm.

 

Ansteckung

Hunde stecken sich zumeist durch den Kontakt mit Rundwurmeiern untereinander an. Sie werden mit dem Kot ausgeschieden und sind zunächst nicht infektiös, aber werden dann nach längerem Reifen in begünstigenden Temperaturen aktiv. Nachdem diese Eier verdaut wurden, schlüpfen die Würmer und dringen durch die Darmwand meist zu der Leber oder den Lungen vor. Von den Lungen bewegen sie sich entweder durch das Blut fort oder lassen sich in anderen Körpergeweben nieder, wo sie dann verbleiben bis eine Schwangerschaft eintritt oder sie ausgehustet und wieder geschluckt werden. Diese wiederverdauten Würmer breiten sich dann erneut im Darm aus, wo sie sich zu einem ausgewachsenen Wurm entwickeln, der innerhalb von 6 Wochen eigene Eier produzieren kann. 

T. canis kann auch während der Schwangerschaft und beim Säugen von der Hündin auf ihre Welpen übertragen werden. Wenn die Schwangerschaft eintritt, werden nämlich alle eingenisteten Würmer wieder aktiv und infizieren dann die Plazenta und dadurch die ungeborenen Welpen. Oder sie befallen die Brustdrüsen und sind somit in der Muttermilch.

Die Risiken für Ihre Familie

Es besteht durch eine Infizierung Ihres Hundes auch ein größeres Risiko für Sie und Ihre Familie. Sie können Menschen wie Tiere befallen, also ist eine gründliche Hygiene, besonders für Kleinkinder, von höchster Bedeutung. Kinder können sich über infizierten Sand oder Dreck direkt oder durch mangelndes Händewaschen anstecken. Es reicht auch schon wenn ein Hund angefasst wird, der die Eier durch Lecken in seinem Fell trägt. Kinder sollten sich also immer gründlich die Hände waschen, wenn sie im Garten gespielt oder einen Hund angefasst haben. Achten Sie auch darauf, dass sich kein Hundekot in ihrem Garten befindet, denn das Risiko verringert sich dadurch extrem. Die Eier werden außerdem von direkter Sonnenbestrahlung abgetötet, also ist der sonnigste Platz im Garten der sicherste.

Eine Infektion kann bei Kindern zur Erblindung führen, wenn die Larven bis zu den Augen vordringen. Außerdem können andere Organe sehr geschädigt werden, also gehen Sie immer gleich zu Ihrem Arzt falls Sie eine Infektion vermuten.

Vorbeugung und Behandlung

Welpen sollten ab 2 Alterswochen entwurmt werden und dann alle 2 Wochen bis sie 12 Wochen alt sind. Hündinnen sollten vor der Paarung, während der Schwangerschaft und während des Säugens entwurmt werden. Sprechen Sie am besten vorher mit Ihrem Tierarzt, um sicherzugehen, dass die richtige Dosis verabreicht wird. Erwachsene Hunde brauchen nur alle 3 Monate entwurmt zu werden.

Es gibt verschiedene Wurmmittel, welches Sie wählen ist von einigen Faktoren abhängig. Einige dieser Faktoren sind welche anderen Medikamente Ihr Hund bekommt, ob Ihr Hund gezüchtet werden soll, ob Sie direkt behandeln oder nur vorbeugen möchten und natürlich vom Alter. Es sind nicht alle Wurmmittel für trächtige Hündinnen, junge Welpen usw. geeignet.

 

Es gibt viele hochwertige Produkte, die rezeptfrei erhältlich sind. Verschreibungspflichtige Medikamente erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt, nachdem es ganz davon abhängt, welche Wurmarten das Produkt abdecken soll. Fragen Sie also am besten Ihren Tierarzt um Rat.