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Umzug mit Samtpfoten

Natürlich denkt niemand gern über den Stress nach, den das Packen für den Umzug mit sich bringt. Trotzdem ist ein Umzug für uns Menschen meist eine spannende Erfahrung. Ein neuer Ort, an dem man sich niederlassen kann, eine neue Gemeinschaft und neue Herausforderungen. Leider können unsere Haustiere einem Umzug nicht so viel Positives abgewinnen. Während es neue Ausblicke und Gerüche gibt, ganz zu schweigen von neuen Pfaden, die es auszukundschaften gilt, muss man auch den Stress einer neuen Umgebung bedenken, und zwar draußen und drinnen. Dazu kommen noch die potentiellen Gefahren in der unbekannten Nachbarschaft. Diese sind besonders relevant für Freigänger, die ihre Umgebung am liebsten allein erkunden.

Andrew Bucher, Mitgründer und Cheftierarzt bei MedicAnimal, sagt:

„Ihre Aufmerksamkeit wird auf das Packen, die organisatorischen und finanziellen Aspekte gerichtet sein, aber denken Sie auch an Ihre Katze. Der Umzug ist eine stressige Zeit für sie, und es ist wichtig, ihre Verängstigung ernst zu nehmen und sich darüber Gedanken zu machen, wie sie sich am besten an die neue Umgebung gewöhnen kann, genau wie bei Ihren und Ihrer Familie.“

Wenn Sie einen Umzug planen, finden Sie hier einige Tipps, die Ihnen vor und während des Umzugs helfen werden:

1) Planung: Katzen merken schnell, dass sich um Haus etwas verändert. Vielleicht sind Plätze zum Verstecken auf einmal nicht mehr vorhanden, oder der Lieblingssessel ist verschwunden. Es ist wichtig, dass Ihre Katze nicht gestresst wird. Während des Umzugs sollte ihr ein spezieller Raum zur Verfügung stehen, mit Spielzeug, Fressen und Wasser. Achten Sie auch darauf, dass Sie weiterhin mit ihr spielen und ihr soviel Aufmerksamkeit wie möglich spenden. So gehen Sie auch sicher, dass Ihre Katze sich nicht unbemerkt davonschleicht. Das Letzte, was Sie im Umzugsstress brauchen, ist eine Katzenjagd.

2) Unterwegs: Es mag offensichtlich sein, aber bitte denken Sie daran, dass Ihre Katze auf keinen Fall im Umzugswagen oder im Kofferraum Ihres Autos reisen sollte, sondern sicher auf der Rückbank. Falls es ein langer Weg ist, sollten Sie Pausen einplanen und Wasser mitnehmen.

3) Alternativ: Wenn Ihre Katze sehr nervös oder etwas älter ist oder vor kurzem krank war, könnten Sie sie für einige Tage in eine Katzenpension geben. Dies gibt Ihnen die Zeit zum Ein- und Auspacken, und Sie müssen sich keine Sorgen um Ihre Katze machen. Natürlich funktioniert es nur mit einer Pension, die Sie kennen und der Sie vertrauen.

4) Ankunft: Wir verstehen, dass es hier Prioritäten zu setzen gilt und dass das gesamte Auspacken Wochen in Anspruch nehmen kann, aber vergessen Sie Ihre Katze nicht. Wie schon vor dem Umzug sollten Sie einen Raum für sie bereitstellen und ihr das gewohnte Spielzeug, sowie Futter und Wasser anbieten. Auch Produkte mit Katzenminze und Pheromonsprays können helfen, Ihre Katze zu beruhigen.

5) Eingewöhnung: Viel hängt vom Charakter Ihrer Katze ab. Generell sollten Sie selbst so gelassen wie möglich bleiben. Wenn möglich, behalten Sie sie für bis zu zwei Wochen im Haus und machen Sie sie dann mit dem Garten und der Umgebung vertraut. Falls Sie Bedenken haben, dass sie ausreißen könnte, verwenden Sie eine Leine oder Geschirr.

6) Sicherheit: Wir alle können bisweilen in einer neuen Nachbarschaft den Weg nach Hause vergessen, und Vierbeinern geht es nicht anders. Investieren Sie daher in ein neues Katzenhalsband mit der neuen Adresse. Auch ein Besuch beim Tierarzt, um Ihre Katze mikrochippen zu lassen, lohnt sich. Wenn Ihre Katze bereits einen Chip hat, teilen Sie Ihrem Tierarzt bitte Ihre neue Adresse mit, damit sie geändert werden kann. Falls sich Ihr neues Zuhause in derselben Umgebung befindet wie Ihr altes, ist es sinnvoll, den Nachmietern / neuen Besitzern von Ihrer Katze zu erzählen. Katzen neigen dazu, vertraute Wege zu gehen, und es könnte daher sein, dass Ihre Katze dort auftaucht.

7) Instinkte: Wir alle beobachten unsere Katzen gerne. Warum regen Sie nicht ihre Instinkte mit neuem Spielzeug, Schachteln und Trockenfutter zum Jagen an? Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie sich verkleinern und in ein Haus mit einem kleineren oder ganz ohne Garten ziehen.

8) Spielzeit: Egal, wo Sie wohnen, Ihre Katze braucht Liebe und Aufmerksamkeit. Nehmen Sie sich daher stets Zeit zum Spielen.