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Verletzungen der Katze nach einem Kampf

Die Freigänger unter den Katzen werden sich wahrscheinlich früher oder später ein paar Kratzer zuziehen. Besonders sobald es wärmer wird und die Ranzzeit beginnt, sind die Schreie der um Gebietsansprüche und Kätzinnen kämpfenden Kater oft weithin zu hören.

Katzen sind nicht unbedingt erpicht auf Gruppenaktivitäten. Häufig bedeutet es Stress für sie, wenn sie Ressourcen mit anderen Katzen teilen müssen, und obwohl manchmal Katzenfreundschaften entstehen, tolerieren sich viele Katzen, die gemeinsam in einem Haushalt leben, häufig nur gegenseitig. Kämpfe kommen meist nur dann vor, wenn sich zwei Katzen zum ersten Mal begegnen, allerdings kann es auch um Gebietsansprüche, Dominanz oder Aufmerksamkeit gehen.

Die spitzen Zähne einer Katze können kleine, aber tiefe Wunden verursachen, und ihre langen Krallen tiefe Kratzer. Die Mundflora einer Katze enthält eine aggressive Bakterienmixtur und bei einem Katzenbiss werden diese Keime tief in das Fleisch des Gegners befördert. Auch auf den Krallen finden sich normalerweise Keime, beispielsweise von der Katzentoilette. Werden sie nicht behandelt, können Bisse und Kratzer zu großen, schmerzhaften Abszessen führen. Wenn Katzen kämpfen, können Viren übertragen werden, darunter auch die folgenden gefährlichen Varianten: Felines Immundefizienz-Virus (FIV, der Erreger von „Katzen-Aids“) und das Feline Coronavirus (Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis, FIP).

Wenn Sie das Risiko minimieren möchten, dass Ihre Katze in eine Auseinandersetzung mit einer anderen Katzen gerät, erlauben Sie ihr am besten nur begrenzten Freigang. Sollte Ihre Katze jedoch passionierte Freigängerin sein, sorgen Sie dafür, dass sie kastriert ist. Kastrierte Katzen geraten seltener in Kämpfe, streunen und markieren nicht so häufig und es gibt auch keinen unerwünschten Nachwuchs!

Durch Kämpfe verursachte Verletzungen bei Katzen

Sie haben bestimmt schon einen Kampf unter Katzen gehört: Es geht sehr laut dabei zu, sie jaulen und schreien in hohen Tönen.

Wenden Sie sich an den Tierarzt, wenn Ihnen folgende Symptome auffallen:

- Bluten

Halskrause- Kleine, aber tiefe Wunden

- Schwellungen

- Knoten in der Haut

- Humpeln

- Lethargie

- Appetitverlust

Wie erkenne ich Kampfverletzungen bei Katzen?

Normalerweise werden Sie Bisswunden finden, auch wenn sie zuerst nur schwer zu erkennen sind. Der Durchmesser ist sehr gering und sie werden außerdem meist durch Fell verdeckt. Eventuell erkennen Sie die Eintrittsstelle daran, dass das umgebende Fell feucht vor Speichel ist. In einigen Fällen leidet die Katze auch unter Muskeltrauma oder Muskelkater. Einige Kämpfe werden an hoch gelegenen Orten ausgetragen, beispielsweise in Bäumen. Es kann also sein, dass Ihre Katze sich außerdem bei einem Fall verletzt hat. Wunden haben die beste Chance zu heilen, wenn sie direkt behandelt werden, nachdem die Verletzung verursacht wurde.

Wenn Katzenbisse nicht sofort entdeckt werden, können Abszesse auftreten. Dabei sammelt sich unter der Haut Eiter an. Sie entdecken also vielleicht eine Schwellung oder auch einen Fellverlust an der Stelle, an der die Katze sich wegen der Schmerzen ausgiebig geleckt hat. Abszesse müssen vom Tierarzt entleert werden, der auch ein geeignetes Antibiotikum verschreiben wird. Bei einer solchen Entzündung hat die Katze normalerweise Fieber, ist lethargisch und hat wenig Appetit. Manchmal fallen Abszesse erst auf, wenn sie aufbrechen. In einem solchen Fall sind sie als große, offene Wunde erkennbar, aus der eine eitrige Flüssigkeit austritt. Der Tierarzt wird den Bereich säubern und Antibiotika verschreiben.

Nachsorge

Sterile Saline LösungSie können das Infektionsrisiko verringern, indem Sie Bisswunden mit einer Salzlösung oder einer Jodsalbe behandeln, da aber die Verletzungen wahrscheinlich sehr schmerzhaft sind, empfiehlt es sich eventuell, dies dem Tierarzt zu überlassen, der das Tier betäuben kann.

Stellen Sie sicher, dass die Katze im Haus bleibt und die Wunden nicht verunreinigt werden, während sie sich erholt. Möglicherweise muss die Katze auch einen Kragen tragen, damit sie die Wunden nicht leckt. Und vergessen Sie auf keinen Fall, Medikamente so lange zu geben, wie es der Tierarzt verschrieben hat.