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Warum wir unserem Hund häufiger etwas vorlesen sollten


Hier im MedicAnimal HQ steht der September voll im Zeichen des Schulanfangs – eine Zeit, in der wir unsere Kinder mit neuen Stiften und Büchern ausstatten.

Zuerst waren wir der Meinung, dass das Thema Schule nicht sehr viel mit Haustieren gemein hat, doch dann nach weiteren Überlegungen kamen wir zu dem Schluss, dass unsere vierbeinigen Freunde eine sehr wichtige und zum Teil auch überraschende Rolle bei der Bildung unserer Kinder spielen.

Zahlreiche gemeinnützige Stiftungen haben Projekte ins Leben gerufen, bei denen Leseübungen im Beisein von Hunden durchgeführt werden – ein Konzept, das sich als äußerst vorteilhaft erwiesen hat sowohl für Kinder als auch Hunde. Für viele (junge Menschen sowie Erwachsene) kann das Üben laut vorzulesen eine extrem stressige und einschüchternde Erfahrung sein, die viele ein Leben lang abschreckt. Die britische (von dem Kennel Club Charitable Trust gegründete) Bark & Read Foundation bringt Hunde in die Klassenzimmer, damit Schüler das Lesen besser lernen können. Indem sie einem vollkommen unvoreingenommenen Vierbeiner etwas vorlesen, sollen sie an Selbstbewusstsein gewinnen. Scheinbar gibt es nichts Besseres als die bedingungslose Liebe eines Hundes, um die Angst davor zu nehmen, an einem besonders schwierigen Wort hängen zu bleiben.

In den USA haben sich die Gründer der Initiative Shelter Buddies Program eine wunderbare Möglichkeit einfallen lassen, die Beziehung für sowohl Zwei- als auch Vierbeiner so wertvoll wie möglich zu gestalten, indem Kinder den einsamen oder eingeschüchterten Tieren in Tierheimen etwas vorlesen. Das trägt nicht nur dazu bei, dass Kinder ihre Lesefähigkeiten mit Unterstützung eines kuscheligen Freundes verbessern, sondern auch, dass Tiere wieder resozialisiert werden und Stress abbauen können. Bevor die Kinder in die Tierheime gehen, lernen sie eine Menge über das Leid der ausgesetzten Hunde und darüber, welchen Unterschied ein ruhiger Umgang mit den Tieren machen kann. Dies ist eine fantastische Möglichkeit, die Kinder zu sensibilisieren, und trägt dazu bei, den Tierverstand der heranwachsenden Generation zu stärken, damit sich die Kleinen (wenn sie groß sind) sorgfältig überlegen, ob sie auch wirklich die lebenslange Verantwortung für einen Welpen oder ein Katzenjunges übernehmen können, bevor sie sich ein Tier anschaffen. Und wer weiß, eventuell werden sie ebenfalls dazu ermutigt, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren, wenn sie alt genug sind und ihre eigene Familie gründen.

Andrew Bucher
Tierarzt und Mitbegründer von MedicAnimal