Skip to content Skip to navigation menu

Weshalb es wichtig ist, dass Sie Ihre Katze impfen lassen


Letzte Woche haben wir darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass Sie Ihren Hund impfen lassen. Diese Woche dreht sich alles um unsere schnurrenden Freunde!

Die Anzahl an geimpften Katzen ist um 7% gesunken: Im Jahr 2011 wurden in Großbritannien 72% aller Katzen geimpft, doch 2017 waren es nur noch 65%, und ebenfalls nur 65% aller Katzen haben ihre jährliche Auffrischungsimpfung erhalten.

Also warum müssen Sie Ihre Katze also impfen lassen? Es gibt einen ganz einfachen Weg, dies zu erklären. Hier finden Sie eine kurze Übersicht an unangenehmen Krankheiten, denen Ihr vierbeiniger Freund ausgesetzt ist, wenn Sie ihn nicht impfen lassen.

1) Katzenschnupfen

Es stimmt: Auch Menschen können Schnupfen kriegen, und Sie haben Recht, wenn Sie meinen, dass nur besonders anfällige Personen hierfür eine Impfung erhalten. Die Arten von Schnupfen, die eine Katze erleiden kann, sind allerdings deutlich schlimmer und können sich nachhaltig auf ihre Lebensqualität auswirken.

Katzenschnupfen wird in erster Linie über direkten Kontakt übertragen, z. B. via Speichel, tränende Augen oder laufende Nasen. Es kann sich allerdings auch in gemeinschaftlichen Bereichen über Katzenstreu oder Futternäpfe verbreiten. Eine trächtige Katze, die nicht geimpft ist, kann das Katzenschnupfen auch auf ihre ungeborenen Kätzchen übertragen.

Was sind die Symptome?

Genau, was Sie erwarten würden: Niesen, tränende Augen/laufende Nase, Fieber, Appetitlosigkeit, Geifern und möglicherweise Geschwürbildung am Mund (falls der Krankheitstyp ein Calicivirus ist). In schlimmen Fällen kann Ihre Katze eine Lungenentzündung bekommen.

Was können Sie dagegen tun?

Wie üblich gibt es kein Heilmittel – nur eine Impfung kann diese Krankheit verhindern. Wenn Ihr Kätzchen sich infiziert, kann es selbst mit der besten Behandlung bedauerlicherweise immer noch daran sterben.

2) Panleukopenie:

Diese Krankheit greift die Darmschleimhaut Ihrer Katze an und kann leicht über den Kontakt mit infiziertem Urin oder Kot übertragen werden. Nicht-geimpfte Katzenmütter können es außerdem auf ihre Jungen übertragen, was bedeutet, dass diese bedauerlicherweise tot oder blind geboren werden können – oder an zerebellarer Hypoplasie leiden könnten (ein Zustand, bei dem der hintere Teil des Gehirns nach und nach schrumpft und Zittern sowie Koordinationsprobleme verursacht).

Was sind die Symptome?

Fieber, Erbrechen, blutiger Durchfall, verminderter Appetit, Lethargie und in manchen Fällen Krampfanfälle.

Was können Sie dagegen tun?

Sie liegen richtig: Es gibt kein Heilmittel, nur eine symptomatische Behandlung. Deshalb ist eine Impfung unerlässlich.

3) Felines Leukämievirus (FeLV)

Dieser Virus ist besonders übel, da er verschiedene Arten von Krebs wie Lymphome oder Leukämie verursachen kann. Er verbreitet sich über infizierten Speichel, Kot, Urin und die Milch der Katzenmutter. Es ist leider sehr wahrscheinlich, dass Sie innerhalb von 3 oder 4 Jahren Ihre Katze verlieren werden, wenn sie diese Krankheit erwischt.

Was sind die Symptome?

Diese Krankheit schreitet langsam voran – das bedeutet, die Symptome bestehen daraus, dass Ihre Katze zunehmend Infektionen und andere Krankheiten bekämpft, aber Probleme damit hat, diese loszuwerden. Der Virus befällt das Immunsystem. Somit sind es letztendlich die sekundären Infektionen, die Ihrer Katze Schaden zufügen können.

Was können Sie dagegen tun?

Eine Impfung ist die beste Art der Vorsorge. Falls Ihre Katze an FeLV erkrankt, kann Ihr Tierarzt Ihnen dabei helfen, sie gesund zu halten. Auch Sie können Ihren Beitrag leisten – mit regelmäßigen Behandlungen gegen Flöhe und Würmer, halbjährlichen Tierarztbesuchen und einer guten Ernährung für Ihre Katze. Sie sollten zudem Ihre Katze im Haus behalten, um sicherzustellen, dass sie die Krankheit nicht weiterverbreitet.

Allgemeine Tipps zu Erstimpfungen:

  1. Tun Sie es einfach! Kätzchen können bereits ab 9 oder 10 Wochen geimpft werden.
  2. Stellen Sie sicher, dass sie ihre Auffrischungsimpfung erhalten (2 bis 4 Wochen nach dem ersten Termin).
  3. Behalten Sie alle Kätzchen für 2 Wochen nach der Auffrischungsimpfung im Haus, um sicherzustellen, dass sie komplett geschützt sind bevor sie die Außenwelt erkunden!
  4. Wenn Sie Ihr Haustier impfen lassen, wird es zudem eine komplette tierärztliche Behandlung erhalten. Hierbei können viele andere Dinge festgestellt werden (ob gut oder schlecht), die Sie wissen sollten.

 

Andrew Bucher
Tierarzt und Mitbegründer von MedicAnimal