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Wenn das Thermometer fällt und der Winter vor der Tür steht, ändert sich tendenziell auch unsere tägliche Routine. Wir haben Appetit auf herzhafte Mahlzeiten, die uns von innen wärmen und verbringen lieber mehr Zeit im Haus auf dem Sofa. Aber wie sehr wirkt sich kaltes Wetter auf den Appetit von Katzen und Hunden aus?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir jedes Haustier einzeln betrachten.

Wie sich kaltes Wetter auf Ihren Hund auswirkt

Wir wollen uns zunächst mit dem Umfeld Ihres Haustiers befassen. Ebenso wie Tiere in der Wildnis mehr Kalorien benötigen, um einen harten Winter zu überstehen, braucht ein Hund, der den Großteil seiner Zeit draußen oder draußen in einer Hundehütte bzw. einem Zwinger verbringt, mehr Futter, damit er nicht friert. Diese zusätzlichen Kalorien, nach denen der Körper in Wintermonaten verlangt, helfen, Fettreserven in unserem Körper aufzubauen, die uns vor der Kälte schützen. In gewisser Hinsicht ist die Regel hier also sehr einfach: Je niedriger die Temperaturen sind, denen Ihr Haustier ausgesetzt ist, desto mehr Kalorien benötigt es.

Im Gegensatz dazu braucht ein Hund, der in einem Haus mit Zentralheizung lebt, keine zusätzliche Nahrung, um den Winter gut zu überstehen. Es sei denn, er bewegt sich weniger – in diesem Fall braucht er vielleicht sogar etwas weniger. Damit kommen wir zum nächsten Punkt: Bewegung!

Wenn es Ihnen schwerfällt, auch im Winter regelmäßig mit Ihrem Hund spazieren zu gehen, sind Sie nicht allein. Es ist einfach nicht sehr verlockend, nach draußen zu gehen, wenn es dunkel und eiskalt ist. Körperliche Betätigung ist jedoch nicht nur gut für uns, sondern auch für unsere Haustiere. Daher ist es wichtig, dass wir in den Wintermonaten Wege finden, aktiv zu bleiben und eine Gewichtszunahme zu vermeiden (mehr dazu weiter unten).

Und wie sieht es mit kaltem Wetter und Katzen aus?

In einer Studie der Universität Liverpool wurde festgestellt, dass Katzen naturgemäß dazu tendieren, im Winter mehr zu fressen. Wissenschaftler überwachten im Rahmen dieser Studie die Fressgewohnheiten von 38 Katzen über vier Jahre hinweg und stellten fest, dass sie im Sommer etwa 15 % weniger zu sich nehmen.

Die Katzen in der Studie durften jedoch das ganze Jahr über draußen spielen und sich bewegen, was darauf hindeutet, dass Katzen, die sich draußen aufhalten, ebenso wie Hunde im Winter mehr Futter benötigen als Katzen, die nur im Haus leben und den jahreszeitlichen Änderungen nicht im gleichen Maße ausgesetzt sind. Ein weiteres Beispiel: Eine Katze, die nach draußen kann, jedoch in den Herbst- und Wintermonaten lieber im Haus bleibt und vor dem Kamin schläft, braucht die gleiche Menge Futter (oder sogar weniger) wie im Frühling und Sommer.

Einer der Autoren der Studie schlussfolgerte: „Katzen tendieren, ebenso wie Menschen, dazu, mehr zu essen, wenn es draußen kalt ist. Bei Katzen liegt dies jedoch wahrscheinlich an der größeren Menge Energie, die sie brauchen, um warm zu bleiben, wenn sie draußen unterwegs sind.“

Fazit:

Wie viel Sie Ihrem Haustier im Winter zu fressen geben, hängt ganz von Ihrer Katze oder Ihrem Hund ab. Lassen Sie sich vom körperlichen Zustand, von der Fitness und von den Änderungen der Routine Ihres Haustiers leiten.

Wenn sie sich also mehr bewegen oder mehr Zeit draußen verbringen, ist es möglich, dass Sie Ihrem Haustier mehr zu fressen geben müssen. Für Katzen, die sich nur im Haus aufhalten, können Änderungen der Tageslichtstunden und der Außentemperatur den Instinkt auslösen, mehr zu essen, aber heutige moderne Wohnhäuser machen dies immer unwahrscheinlicher. Haustiere, die sich in den kalten Monaten weniger bewegen, sollten auch weniger zu sich nehmen. Dies kann kleinere Portionen oder weniger Snacks bedeuten.

Tipps für die Versorgung im Winter

  • Vermeiden Sie, Ihrer Katze oder Ihrem Hund jederzeit Zugang zu Futter zu geben. Das fühlt sich zwar vielleicht richtig an, aber es ist gesünder, 2–3 Mal am Tag kontrollierte Portionen zu füttern. Wie Hundebesitzer wissen, sind unsere vierbeinigen Freunde manchmal nicht zu halten, wenn es ums Essen geht!

  • Wenn Sie es nicht schaffen, täglich spazieren zu gehen, empfehlen wir Ihnen, andere Wege zu finden, aktiv zu bleiben. Sie könnten kürzere, dafür jedoch häufigere Spaziergänge unternehmen, Ihrem Hund häufiger neues Spielzeug schenken oder öfter mit ihm im Haus spielen. Auch das Treffen mit Freunden und deren Hunden für gemeinsame Spaziergänge kann hilfreich sein.

  • Wenn die Temperaturen in Ihrer Region nachts drastisch sinken, empfehlen wir, Katzen, die sich normalerweise draußen aufhalten, im Haus zu lassen, um die Gefahr der Unterkühlung zu vermeiden.

  • Das Fell Ihrer Katze schützt sie vor der Kälte. Sorgen Sie mithilfe einer guten Fellpflege dafür, dass es in hervorragendem Zustand bleibt. Regelmäßiges Bürsten erhöht die Blutzirkulation und entfernt überschüssige Haare (dies ist während des Fellwechsels besonders hilfreich).

  • Wir merken es vielleicht nicht immer, aber die Luft kann im Winter sehr trocken sein. Damit Ihr Haustier gut hydriert bleibt, achten Sie darauf, dass es immer Zugang zu Wasser hat und ermutigen Sie es, regelmäßig zu trinken.